Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
363
Einzelbild herunterladen
 

363

Aus diesen Gleichungen kann mau nun </, C und(d Usin <;> A «) bestimmen, war der Stand des Chronome-ters gegen Sternzeit genau bekannt, so ist ferner d U o,und dann kann man A « selbst finden.

Wenn man an einem Abende die Durchgänge vieler Sterneim Osten und Westen durch den ersten Vertical beobachtethat, so kann man für jeden Stern eine Bedingungsgleichungzur Bestimmung der Breite </> bilden, wie wir oben erklärthaben. Auf diese Weise bekommt man mehr Gleichungenals nöthig sind um die unbekannten Grössen zu finden; mankann sie aber zur Ausgleichung der Beobachtungsfehler be-nutzen. Dazu mulliplicirt man jede Gleichung mit der Zahlder Fäden, an denen die Antritte des entsprechenden Ster-nes beobachtet wurden, und dann bestimmt man die unbekanntenGrössen nach der Methode der kleinsten Quadrate.

129. Wenn die Fadendistanzen unbekannt sind, sokann die Polhöhe nach den zwei folgenden Beobachtungs-methoden gefunden werden:

]stcns M aa beobachtet, in einer Gage des Instrumentesdie Durchgänge des Sternes durch alle Fäden im Ostverticäle;dann wird die Umdrehungsachse des Fernrohres umgelegt,und in dieser zweiten Lage des Instrumentes werden ähn-liche Beobachtungen im Westverticalc wiederholt. Es seien« und ö die Alt und die Declination des Sternes, <p die Pol-liöhc, 0 und 0' die Sternzeiten der östlichen und westlichenDurchgänge des Sternes durch denselben Seitenfaden, beider ersten und zweiten Lage des Instrumentes, J und ./'die entsprechenden Neigungen der Umdrehungsachse, positivwenn das Nordende das höhere ist; alsdann berechnet man:

©'

0

a. u ~ -;

2

tg ip' = tg d. sec s. sec u