Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
239
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Wenn beide Chronometer, ungefähr nach gleichen Inter-vallen schlagen und entweder nach Sternzeit, oder nachmittlerer Zeit gehen; so werden die Schläge beider, sich sosehr langsam nähern, dass ein Zusammenfallen der Schläge,sich nicht in einer kurzen Zeit wiederholen kann. In diesemFalle wird man sich mit einer genäherten Vergleichung be-gnügen müssen, deren Fehler nicht grösser als die Hälftedesjenigen Bruchtheiles einer Secunde werden wird, nachwelchem sich die Schläge der rascher schwingenden Balancewiederholen. Uebrigens hat man Chronometer, welche manzur Vergleichung aller Arten von Uhren bequem benutzenkann; so hat man zum Beispiel Chronometer, deren Balancenauf solche Weise eingerichtet sind, dass sie 13 Schwingun-gen in 6" mittlere Zeit machen; so dass also folglich imLaufe von jeden 6 Secunden, die Schläge solcher Chrono-meter, mit den Schlägen eines Chronometers, welches nachmittlerer oder Sternzeit gehl, zusammenfallen müssen, und

die Ungenauigkeit der Coincidenz wird niemals i Theil einer

Secunde übersteigen können.

Wenn das Chronometer eine Excentricilät hat, so niussman bei der Vergleichung, entweder die Angabe von Ex-centricilät befreien; oder immer die Vergleichungen, um den-selben Ort auf dem Zifferblatte herum, anstellen. Um denFehler wegen der ungenauen Aufstellung der Pendeluhren,oder wegen des ungleichen Abfalles der Uhren, zu eliminiren,muss man es sich, wie H. Knorre bemerkt, zur Hegel machen,immer zwei Coincidenzen zu beobachten, die eine bei einemgeraden, die zweite bei einein ungeraden Uhrschlage, undaus diesen das Wittel nehmen.

90. Wenn man für zwei Zeit-Epochen T und T' diegenauen Chronometer-Correclionen u und u' gefunden hat,so kann man in der Annahme, dass der Gang gleichförmig