Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
236
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Chronometer aber wird er den Händen eines Künstlers über-liefern müssen, welcher sich mit der Construction solcherInstrumente beschäftigt; und man darf sie ja nicht unvor-sichtigerweise einem gewöhnlichen Uhrmacher anvertrauen.

Obgleich nun die Chronometer eine Compensationsbalancehaben, so werden sie doch beinahe alle ihren Gang ein wenigändern, sobald man sie stärkeren Temperaturveränderungenaussetzt, weswegen man sie auch so viel wie möglich hiervorschützen muss. Beobachtet man bei Tage, so muss das Chro-nometer in den Schatten gestellt werden; ebenso ist es auchim Winter nöthig, während der Beobachtungen, das Chrono-meter mit dickem warmen wollenen Zeuge zu bewickeln, undnicht lange in der Kälte zu lassen, denn sonst könnte es viel-leicht, wenn es eine geraume Zeit im starken Froste bliebe,nicht nur einen unrichtigen Gang erhalten, sondern sogarstehen bleiben.

89. Den Stand und Gang des Chronometers untersucht manmit Hülfe astronomischer Beobachtungen; die Zahl von Mi-nuten und Secunden, um welche die Chronometer-Angabe,in einem gegebenen bestimmten Augenblicke von Stern-zeit oder mittlerer Zeit, verschieden ist, nennt man die Ulir-Correction oder den Chronometerfehler; unter seinemtäglichen Gange aber, versteht man diejenige Zahl vonMinuten und Secunden, um welche es in 24 Stunden, gegeneine der eben erwähnten Zeiten, voreilt oder sich verspätet;man zählt den Chronometerfehler und den Gang alsdannpositiv, wenn die Uhrangabe zu klein ist und auch täglichretardirt. Will man Sterne beobachten, so ist es gut, sicheines Chronometers zu bedienen, welches nach Sternzeitgeht; beobachtet man dagegen oft die Sonne, so ist es als-dann bequemer, ein Chronometer zu gebrauchen, welches nachmittlerer Zeit geht. In allen Fällen aber muss man die Be-obachtungen mit demselben Chronometer anstellen, und zur