Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
234
Einzelbild herunterladen
 

der Zeiger des Pendels in dein Augenblicke entspricht, wenndie Zähne des Steigerades überspringen, und den Punkt derRuhe. Stehen die beiden ersten Punkte gleich weit vomletzterem ab, so ist der Abfall ausgeglichen. Die Uhr mussbeständig zu derselben Zeit aufgezogen werden. Die Chro-nometer sind entweder Kasten- Box oder Taschen-Chrono-meter; jedoeh sind meistens die ersteren, den letzteren weitvorzuziehen. Sehr selten, wird die Chronometer-Spiralfederihrer ganzen Länge nach eine gleichförmige Elastieität haben,und folglich muss man das Chronometer immer um dieselbeZeit aufziehen, damit immer alle Theile der Feder auf gleicheWeise wirken, und dadurch der Gang gleichförmig bleibt.Wenn das Chronometer stehen geblieben ist, so muss man eszuerst aufziehen, und dann rasch, aber vorsichtig, das ganzeChronometer horizontal drehen; damit die Unruhe in Schwingungkommt und das Chronometer zu gehen anfangt; in allen an-deren Fällen aber, muss man stets sorgfältig jeden Slossoder jede Schwingung vermeiden, weil dadurch sehr leicht derStand, und zuweilen auch der Gang des Chronometers geän-dert werden könnte. Ueberhaupt übt jede derbe Erschütte-rung einen schädlichen Eintluss auf den Gang des Chrono-meters aus, und daher muss man es niemals von einem Ortenach einem anderen transportiren, als zu Fuss gehend, oderin einein guten mit starken Federn versehenen Reisewagen,und selbst in diesem Falle das Chronometer auf ein elasti-sches Kissen ganz fest aufstellen, damit es nicht auf derReise durch Stösse am meisten zu leiden hat. Auf Schiffenstellt man das Chronometer in einem dem Kompass- ähnlichemKasten auf, so dass es alsdann, sich frei um seine horizontaleAchse drehen kann, und von den Schwankungen des Schiffesin seiner horizontalen Aufstellung nicht afficirt wird. Wennman aber mit dem Chronometer zu Lande reist; so werdensicli anstatt der sanften und langsamen Schwankungen, dieauf Schiffen stattfinden, sicli alsdann kurze und heftige Stösse