Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
233
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Der Gang von guten Uliren, darf sich im Laufe einesTages nicht über einige wenige Bruchtheile einer Secundeändern. Früher wurden die Chronometer von Lepaute, Bre-guet, Arnold, W. Jttrgensen, Haut u. s. w. sehr geschätzt;jetzt aber werden die Herren üent in London, Kessels inAltona und Tiede in Berlin, zu den berühmtesten Künstlerngezählt, welche astronomische Pendeluhren und Chronometeranfertigen, vorzüglich gehört aber den Chronometern vonDent der Vorrang, da sie nicht blos ausgezeichnet gehen,sondern auch zugleich die wohlfeilsten sind.

Die astronomischen Pendeluhren muss man an einerSteinmauer, noch besser aber an einer isolirten Steinsäule,oder überhaupt auf ein recht festes Stativ aufstellen; dennsogar kleine Erschütterungen, würden Störungen im Gangtder Uhr zur Folge haben. Diese Aufstellung, muss man aberimmer so einrichten, dass die horizontalen Umdrehungs-Achsen,auch wirklich genau, horizontal, und zugleich das Pendelgleiche Schwingungsbögen auf beiden Seiten derjenigen Ycr-ticallinie macht, welche es in Ruhe gesetzt, einnehmen würdeZieht man das an der Uhr befindliche Gewicht auf, und setztdas Pendel mit der Hand in Bewegung, damit die Uhr zugehen anfangt, so wird es leicht sein, sich zu überzeugen ohdie Uhr richtig aufgestellt ist; denn wenn man auf die Schlägedes Pendels horcht, und alsdann bemerkt, dass die Pendel-schläge alle auf einander regelmässig nach gleichen Inter-vallen folgen, so ist dieses ein Beweiss, dass die Uhr richtigaufgestellt ist; findet dieses aber nicht statt, so berichtigt mandie Lage der Uhr, durch einige dazu angebrachte Schrauben.Auf diese Art wird man den Abfall der Uhren nahezu berich-tigen können. Herr Professor Knorre bemerkt aber, dassein einfaches und viel genaueres Mittel dazu, durch denGradbogen unter dem Pendel selbst, gewährt wird. Durchlangsame Bewegungen des Pendels mit der Hand hin undher, bestimmt man auf dem Gradbogen die Punkte, welchen