Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
232
Einzelbild herunterladen
 

23 2

sationspendel, jeder anderen Art von Gompensationspendelnvorzuziehen.

Der Gang der Uhren zweiler Art, welcher durch dieBewegung.einer elastisciien Feder hervorgerufen wird, wirdsich ebenfalls durch die Einwirkung der Temperatur ändern;denn ausser der Veränderung in den Dimensionen der Kreis-balance, wird in diesem Falle noch eine andere Ursachewirken; welche namentlich darin besteht, dass die Federihre Dichtigkeit, und folglich auch ihre Elasticität ändernwird; es werden alsdann in einer geringeren Temperatur dieSchwingungen der Balance rascher, wie in einer höheren Tem-peratur erfolgen. Um diesen Einfluss der Temperatur, soviel wie möglich zu eliininiren, befestigt man an entgegen-gesetzten Seiten der Kreisbalance, zwei kleine bogenförmigePlatten; die jede besonders aus fest mit einander verbunde-nen Silber- und Piatina - Plättchen besteht. Das am stärk-sten sich ausdehnende Metall oder das Silber ist nachaussen, das Platinaplättchen aber, nach innen angebracht;das eine Ende dieser Platten ist an der Kreisbalance befes-tigt, das andere aber hält ein frei zu bewegendes kleinesGewicht, welches man mitteilst Schrauben, hin und her stellenkann, um den Gang der Uhr auszugleichen. Wenn nun dieTemperatur zunimmt, so werden die Plättchen sich krümmen,und das Gewicht sich der Kreisbalance nähern; so dassdann also die Schwingungen rascher werden müssen, zu-gleich aber wird sich die Elasticität der Spiralfeder, welchediese Schwüngen hervorbringt, verringern; und mithin beigehöriger Länge der Plättchen, und berichtigter Lage derGewichte der Gang der Uhr constant bleiben. Auf solcheWeise eingerichtete Uhren, nennt man nun Chronometer.

Eine vollständige und recht deutliche Beschreibung desMechanismus an Uhren, findet man in dem Werke des be-rühmten dänischen Künstlers Jürgensen angegeben, welchesüberhaupt von der Construction astronomischer Uhren handelt.