eine neue Reihe von Beobachtungen, um den Winkel zu be-stimmen. Nachdem man nun viele solche Beobachtungsreihen,die verschiedenen Oertern des Anfangspunktes der Theilungentsprechen, veranstaltet hat, kann man leicht aus der Ueber-einstiminung der einzelnen Winkel unter einander bdurtheilen,wie gross man den Theilungsfehler annehmen kann, und injedem Falle werden wir mit Zuversicht darauf rechnen können,dass das arithmetrische Mittel aus allen Messungen, den Ein-fluss der Theilungsfehler unter einander sehr schwächen wird.
Der Fehler in den gemessenen Winkeln hängt auch nochvon der Unrichtigkeit der Theilung auf dem Verniere ab, undauch noch davon, dass er nicht ganz genau diejenige Längehat, welche er zu Folge seiner Construction haben sollte^In diesem letzteren Falle wird der Fehler der Vernierangabe,der Anzahl von Minuten und Secunden, welche man aufdem Verniere abliest, proportional sein, und dieser Fehlermuss folglich amgrössten, amEndc der Verniertheilung werden:Um die Länge des Vernieres zu bestimmen, stellt man denHauptstrich oder Null am Verniere, der Theilung 0 °, 20 40 0u. s. w. auf dem Linibus, genau gegenüber, und liest mitmöglichster Genauigkeit jedes Mal die Anzahl von Minutenund Secunden, welche dem letzten Hauptstriche auf dem Ver-niere entsprechen ab; so wird alsdann das arithmetischeMittel aus allen diesen Ablesungen die wahrscheinliche Längedes Vernieres ausdrücken. Wenn man auf diese Weise findet,dass der Vernier, anstatt dass er genau t Minuten hat, wirk-lich l Minuten -j- s Secunden hat, so muss man von jeder
Angabe des Vernieres =. r Minuten, die Zahl —. s Secun-* t
den abziehen, Es wurde zum Beispiel bei einem, der vonuns beschriebenen Instrumente gefunden, dass die Länge desVerniers anstatt genau 10' 10" zu entsprechen, wirklich nur9' 56" umfasste, hier war s —— 4"; und folglich muss manzu jeder am Verniere abgeselesenen Minute 0". 4 zulegen.