Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
71
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in die Flamme eines Lichtes gehalten wird, um es zu er-weichen. Darauf füllt man die Ilöhre ganz voll mit Alko-hol, und zündet ihn am offenen Ende an; wenn er brenntverschliesst man auch dieses Ende mit einem Stöpsel undbestreicht es ebenfalls, mit weichgemachtem Gummi Elasticum.Die Flamme, nunmehr ausser Berührung mit der Luft ge-bracht, lischt von selbst aus. Es bleiben in der Röhre nurnoch Spiritusdämpfe, welche sich bei ihrer Abkühlung inFlüssigkeit verwandeln, und es bildet sich ein luftleererRaum, welcher die Gestalt einer Blase hat. Die mit Spiri-tus gefüllten Niveaus sind aber nicht bequem, weil wenn dieBlase einmal in Bewegung ist, sie sehr lange hin und herschwankt, bis sie zur Ruhe kommt. Dagegen kommen dieBlasen, bei solchen Niveaus, die mit Schwefeläther angefülltsind, sehr bald zur Ruhe und der Beobachter verliert alsohierbei, beinahe gar keine Zeit. Die Schwefeläther-Niveausverdampfen aber sehr leicht, wenn die Röhre nicht gehörigverschlossen ist, und die Blase bekommt bald eine solcheLänge, dass es nicht mehr möglich wird, das Niveau zu ge-brauchen. Hr. v. Struve hat eine Methode zur Füllung derNiveauröhren mit Schwefeläther angegeben, welche sehr ein-fach und durch die Erfahrung vollkommen erprobt ist. Wäh-rend eines Zeitraums von mehreren Jahren, behalten die,nach dieser Methode angefertigten Niveaus dieselbe Blasen-länge bei, und daher wird es nützlich sein, diese Methodehier näher zu erläutern.

Man muss sich eine glatte Kalbsblase verschaffen, undalsdann ein Stück guten Fischleim in lieissem Wasser soanflösen, dass sich daraus eine dickliche, gleichförmige Massebildet. Darauf schneidet man ein kleines kreisförmigesStückchen aus der Kalbsblase, das dem Stöpsel oder demEnde der Niveauröhre entspricht, legt es in Wasser und