Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
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trockuet es zwischen einein reinen Handtuche so ab, dassdas Stückchen Blase nur noch feucht bleibt. Alsdann bestreichtman das Stückchen Blase und die Bänder des Glasstöpsels mitdem Fischleime, passt den Stöpsel in die noch leere Niveau-röhre ein, und drückt darauf das Stückchen Blase so glattals möglich an, denn die Blase, muss das Glas stets voll-kommen berühren, und niemals darf, der geringste mit Luftangefüllte Bauin, sich zwischen beiden befinden. In diesemZustande bewickelt man die Blase, auf dem Ende der Röhremit einem Seidenfaden, und wartet so lange bis der Leimvollkommen trocken ist; dann nimmt man den Seidenfadenab, schneidet den überflüssigen Theil der Blase weg, über-streicht die Blase und ihre Enden auf der gläsernen Röhre,mit Firniss und wartet ab, bis auch dieser vollkommen trockenist. Barauf bereitet man sich ein Glas warmes Wasser,dessen Temperatur ungefähr 36 Grad Reomur ist, und einanderes Glas mit eiskaltem Wasser, in dem kleine Eisstück-chen schwimmen, und macht sich nach obiger Beschreibungein zweites Stückchen Blase zurecht, füllt dann die gläserneNiveauröhre mit Schwefeläther an, und setzt sie in das Glasmit warmem Wasser ein; der Aether fängt dann sogleichzu kochen an, welches jedoch nicht gar zu heftig geschehenmuss. Ist auf diese Weise etwas Aether verdunstet undman glaubt, dass die Blase nicht gar zu lang werden wird,so schliesst man die Röhre mit dem schon geleimten Glas-stöpsel zu, hebt augenblicklich die Röhre aus dem heissenWasser heraus und thut sie in das Eiswasser. Hierauf beklebtman den oberen Theil der Röhre mit dem schon zubereitetenStückchen Blase, welches man wie vorher ganz glatt andrückt,und mit einem Seidenläden bewickelt. Alsdann hebt man dieRöhre aus dem Eiswasser heraus und stellt sie an einentrockenen Ort, beinahe in senkrechter Lage auf, indem mandas zuletzt beklebte Ende zu oberst stellt. Wenn der Leimnunmehr vollkommen trocken ist, so schneidet man den über-