Druckschrift 
1 (1850)
Entstehung
Seite
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striche des Verniers, der Länge nach von oben nach untenauf die Theilstriche des Linibus zulaufen, und dadurch ihrgenaues Zusammentreffen, schärfer beobachtet werden können.Aber ungeachtet dessen, kann man die Theilung, mit Hülfedes Verniers an der Alhidade, nur bei sehr günstiger Be-leuchtung bequem ablesen; in allen anderen Fällen erscheintdas Zusammentreffen der Theilstriche des Verniers mit denTheilstrichen des Linibus nicht deutlich genug, und daherfindet man jetzt bei gut eingerichteten Instrumenten, nachdem Grundsatze Reichenbachs; anstatt der Alhidaden mitden Yernicren, einen Vollkreis, dessen Radins nahe zu, deindes Limbus gleich ist; an diesem Kreise, welcher Alhidaden-kreis genannt wird, sind entweder zwei Verniere, welchesich diametral gegenüberstehen, oder auch viere angebracht,von denen jeder alsdann von dem andern um einen Qua-dranten absteht. Beide, sowohl Alhidadenkreis als auchLimbus, liegen in derselben Ebene, und sind so in einandereingepasst, dass zwischen ihnen überall ein gleicher Zwischen-raum stattfindet, welcher jedoch so sehr klein ist, dass ermit dem blossen Auge, als eine feine schwarze Kreislinieerscheint. Alsdann sieht man, die Theilstriche auf dem Lim-bus und die Theilstriche auf den Vernieren des Alhidaden-kreises, wenn sie genau zusammentreffen, als ob die einendie Verlängerungen der anderen wären, und man kann daherdieses Zusammentreffen selbst, immer sehr genau und bequembeobachten.

Zur Ablesung, befinden sich an den Vernieren gewöhn-lich Mikroscope. Sie müssen so gestellt werden, dass dieTheilstriche am deutlichsten erscheinen, und dass die Liniedes genauen Zusammenfallend des Theilstriches des Verniers,mit einem gewissen Theilstriche des Limbus, durch die Miltedes Gesichtsfeldes des Mikroscops geht. Sollte es sich nun er-eignen, dass kein Strich des Verniers ganz genau mit einemStriche des Limbus zusammenfällt, so wird alsdann irgend