43
ein ganzer Tlieil a b (Fig. 11) des Verniers, zwischeneinein ganzen Tlieile A B des Limbus enthalten sein Als-dann inuss man bemerken, ob a näher A, als b näher an Bist. Nehmen wir zum Beispiel an, dass die Theilung von Pnach Q fortschreitet, und dass man nach Augenmass ge-schätzt halte, dass b noch einmal so nahe an B, als a anA sei, so muss man alsdann zu der vollen Zahl von Graden,Minuten und Secunden, welche wir erhalten hätten, wennder Strich a mit dem Striche A genau zusammengefallenwäre, noch zwei drittel der Zahl von Secunden zulegen,um welche ein Theil des Limbus grösser als ein Tlieil desVerniers ist. Die nöthige Geschicklichkeit kann man durchUebung bald erlangen, und sehr leicht die Entfernung desunmittelbar vorhergehenden und nachfolgenden Striches desLimbus, von denjenigen beiden Strichen des Verniers schätzen,welche am nächsten mit ihnen zusammenfallen. Gewöhnlichliest mau die Grade nur am l sten Vernier ab, dagegen dieMinuten und Secunden an allen; nimmt man .alsdann dasMittel aus allen diesen Minuten und Secunden, und setztdie am l sten Vernier abgelesene Anzahl von Graden hinzu,so erhält man das Mittel der Ablesungen an allen Vernieren.
Vom astronomischen Fernrohr.
26. Bei allen astronomischen Beobachtungen wendetman Fernröhre an, um mit deren Hülfe, die zu beobachten-den Gegenstände deutlich und genau sehen zu können. DieTheorie des astronomischen Fernrohrs ist vorzüglich darge-stellt, in J. Herschel's: Traite de la hindere; in Littrow's;Analytischer Dioptrik und in anderen Werken. Eine Voll-ständige Anweisung zur Construction des Fernrohrs findetman indem schönen Werke von Prechtel; betitelt: PractischeDioptrik. Wir werden uns iiier damit begnügen, nur ganzim Allgemeinen, die Einrichtung des Fernrohrs zu beschrei-