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8. Glmerbschaftcii.
versteht man unter Ganerb schuften das Gesanunteigenchuman einer gemeinschaftlich ererbten oder erbauten Burg, oder überhauptan einer gemeinsamen Burg, dereu Antheile nur im Falle echter Nothveräußert werden dürfen, und wobei den Genossen das Vorkaufsrechtzusteht/ oder versteht man darunter die Vereinigung mehrerer Per-sonen oder Familien zum gemeinsamen Besitz und Benutzung einerBurg, so zeigt sich, daß die Familie Aufseß bei vier Ganerbschaftenbetheiligt war.
f. Die erste betraf die Burg Aufseß, welche nach dem Burg-frieden von sZHZ allen Mitgliedern gemeinschaftlich gehören sollte, wo-bei der Antheil eines unbeerbt verstorbenen den Anderen zufallensolle und wobei den Genossen das Vorkaufsrecht eingeräumt war undder verkauf des Antheils an einen Höheren und Mächtigeren ver-boten war. Das Nähere ist unter Ziffer ^ I dieses Abschnitts zu ersehen.
2. Gin ähnlicher Burgfrieden von machte die Burg Freien-fels zu einer Ganerbschaft, wie in Ziffer ^1 dieses Abschnitts näher er-örtert ist.
I. Auch die Burg Neuhaus, nördlich von Aufseß im Aufseß-thale gelegen, war eine Ganerbschaft, wie aus dem Burgordnungs-vertrage zwischen dein Bischof IVeigand von Lamberg und Lucharv. A. (fV) H. Mai sHZä im Archiv zu Bamberg hervorgeht.Als Ganerben erscheinen die Aufseß und Ghristans, genannt v. Groß.
Da der Burgordnungsvertrag auf Seite 207 und 208 in derLebensbeschreibung Guchars v. A. (isHH) näher besprochen ist, wirdhieraus Bezug genommen mit dein Bemerken, daß diese Burg stetsvon untergeordneter Bedeutung war und fetzt nicht mehr existirt.
ch Die nächste Ganerbschaft, an der Aufseß betheiligt war, betrifftdie von stH reichsritterschaftlichen Familien im Zahre lH78 gegründeteGanerbschaft Notenberg, welche bis s662 bestand.
Diese veste Notenberg, in der Nähe Nürnbergs in einem Seiten-theile des pegnitzthals auf einem Hügel H/z Stunden vom StädtchenLauf entfernt gelegen, kommt schon f25^ urkundlich vor. Als ältesteBesitzer derselben werden die Grafen v. Vohburg genannt. Zm Zahre^25^ hatte Hilpold v. Mildstem seinen Sitz daselbst.
Zm Zahre soM kaufte sie Raiser Narl IV. von dem Ivildensteinerum M80 Schock böhmischer Groschen und belehnte den Burggrafenvon Nürnberg damit. Zm Zahre fZ73 kam sie jedoch an die Pfalz-grafen und Herzöge von Bayern. lHOll wurde sie nach fünfwöchent-