I. Abschnitt.
l. Acschrcilumy der Gegend und Aevölderung/)
Die Gegend, in der das Geschlecht der Herren r>. Aufseß seitinehr als 7O() fahren sich angesiedelt nnd noch heute einen Theilseiner alten Besitzungen innc hat, gehört zu demjenigen Theile desFlötzgebirges, d. h, des in Schichten aus dem Masser in Urzeitenniedergeschlagenen Gebirges, das sich unter dem Namen „Jura" ineinein langen, breiten Zuge von der französischen Schweiz in einerklänge von sOO geographischen Meilen dnrch Baden, Württembergnach Franken bis an den Fuß des Fichtelgebirges erstreckt.
Trotz verschiedener Gestaltung hängt die ganze Iurakette engzusammen und besäumt die Tiese einer großen vorweltlichen Meeres-bucht, in der heute noch versteinerte Scethiere und Muscheln gefundenwerden.
Derjenige Theil des Jura zwischen Ba^rcuth und Bamberg, wounser Geschlecht lebte und noch begütert ist, wird von der Miesentals Hauptfluß durchströmt, die bei Vbersteinfeld, in der Nähe vonFreienfels, entspringt und, nachdem sie links die Rainach, die Trup-xach, den Schmierbach u. a., rechts die Aufseß und Lleinleiter aufge-nommen hat, bei Forchheim in die Regnitz einmündet, welche durchden Main dem Nhcine zufließt.
Die Thäler sind tief eingeschnitten und fruchtbar, aber schmal, dieHochebenen haben selten (ZZuellen und sind steinig. Große Felsen be-grenzen theilweise die Thäler, besonders an schmalen Stellen.
Diese Gegend, zur Zeit gewöhnlich fränkische Schweiz genannt,hat als besondere Gesteinarten den 5ias, sog. schwarzen Zura, denNSgenstein (Golith) oder braunen Zura, sowie den weißen Jura undden Dolomit, in dem, neben kohlensaurer Talkerde (ma^nesia csr-
s> Siehe die Rarte am Ende des Merkes,