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aber doch ohne Unfall verliefen und den Teilnehmern sicher zeitlebensin der Erinnerung bleiben werdein
Die oft beklagte Erfahrung, daß unsere bei Turnfahrten sang-lustige Jugend meist die beliebtesten Lieder nicht auswendig wußte,führte auf Direktor Böttchers Anregung zur Ausarbeitung einesBüchleins von „Liedern zum Gebrauch bei Schülerturnfahrten" (Verlagvon A, Bagel hier, 1882), welches an unserer Anstalt eingeführt ward.
Eine Neugestaltung des Turnens trat wieder ein, als im Herbst1882, bald nach dein Eintreffen unsers neuen Direktors Vv. Kirchner,eine Ministerialverfügung die Bildung von Turnkonimissionen in denLehrerkollegien, Sommerturnen im Freien und besondere Berücksich-tigung der Turnspiele und Ausflüge anordnete. Daß wir nun endlichim Freien turnen durften, nachdem frühere Gesuche um Gestattungdesselben abgelehnt waren, war gewiß ein erfreulicher Fortschritt; aberweil dazu nur der spätere Nachmittag geeignet war und die halbeWoche hindurch die Höhere Bürgerschule den Turnplatz benutzte, somußte — mit Ausnahme der Sexten — für den Sommer an 2 Nach-mittagen Masfenturnen in 18 bis 22 Riegen eingeführt werden. DieVorturner wurden den Oberklassen entnommen und in besonderenVorturnerstnnden unterwiesen. Im Winter wurde wieder, da Parallel-klassen errichtet waren, mit Doppelklassen geturnt.
Die Tnrnfahrten gestalteten sich mit Ausnahme der Klassen-spaziergänge zu Übungsmärschen, und mehrfach sind von einzelnenAbteilungen recht anstrengende Leistungen ausgeführt worden, diejedoch niemals ernstliche Übelstände nach sich zogen. Die Pflege derSpiele fand auf dein Hose und im Walde weitgehende Berücksichtigung.Seit 1888 findet zum Schluß des Schuljahres ein Schauturnen statt,wobei nach der Einrichtung des Wintertnrnens die einzelnen Abtei-lungen in Frei- und Ordnungsübungen, in Reigen und im Gerätturnenvorgeführt werden; besonders in den Unter- und Mittelklassen trugdasselbe zur Förderung der Lust und Liebe zum Turnen viel bei.
Einer wesentlichen Fürsorge für das Turnen dürfen wir unsauch unter unserm jetzigen Direktor Vv. Matthias erfreuen. Er regtebei den älteren Schülern die Bildung eines Turnvereins an undstärkte dadurch auch in ihnen den Sinn für die Pflege der Leibes-übungen; die Zahl der Turnlehrer ist erheblich vermehrt; die bedeu-tenden Erscheinungen der Turnlitteratur werden für die Bibliothekangeschafft; der Schnlhof, der nach dem Auszuge der Bürgerschule