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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
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unserer Anstalt allein gehört, wird außer den bereits vorhandenenGeräten, wie Recke, Barren, Gerkopf, in diesem Sommer ein voll-ständiges Klettergerüst erhalten. Auch die Rückkehr zum Klassenturnenist angebahnt, indem von Ostern ab die parallelen Unterklassen je einegemeinsame und eine besondere Turnstunde haben werden.

So ist denn mit großer Freude anzuerkennen, daß in den50 Jahren des Bestehens unserer Schule dank dem Wohlwollen, mitwelchem alle ihre Leiter trotz mancher außerhalb ihrer Macht liegendenSchwierigkeiten das Turnwesen förderten, ungemein viel, ja fast alles,was für das Schulturnen beansprucht werden kann, erreicht ist.

Wo so in anerkennenswerter Weise alle Vorbedingungen für eingedeihliches Schaffen dargeboten wurden und noch werden, da ist dieBerufsthätigkeit des Turnlehrers eine angenehme, da kann auch inden Leistungen das Turnen den anderen Unterrichtsfächern an dieSeite treten und seiner Erfolge sich freuen.

Bei Gelegenheit eines mehrtägigen Besuchs unserer Anstalt durchden Provinzial-Schulrat Dr. Deiters im März 1886 wohnte derselbeauch dem Turnen bei und sprach seine Zufriedenheit über dasselbeaus; auch bei der Turnrevision, welche im August 1887 der Dirigentder königlichen Turnlehrerbildungsanstalt, Professor vr. Euler, abhielt,war das Ergebnis der mehr denn dreistündigen Vorführung aller sechsAbteilungen ein solches, daß der Herr Revisor in gleich anerkennenderWeise sich äußerte.

Für die kommenden Jahre wird das Ziel unsers Schulturnenskein anderes sein als das, welches bisher angestrebt wurde. Nicht dieAusbildung des Muskels soll mehr und mehr als Lebenszweck in denVordergrund treten; nicht bloß der Pflege der Gesundheit oder alsMittel gegen Verweichlichung soll es dienen; auch die Erholung vonder Schularbeit oder gar die Entwicklung zur Wehrfähigkeit im Dienstdes Vaterlandes werden nicht vornehmlich beabsichtigt; diese Zweckesind wertvoll an sich und das Turnen, in rechter Weise betrieben,wird sie gewiß mit zu erreichen suchen. Aber der Turnlehrer wirdstets dessen eingedenk sein, daß auch im siechen oder verkrüppeltenKörper oft noch eine wunderbare Geisteskraft sich entfalten kann,während körperliche Ausbildung bei Vernachlässigung der Geistes-entwicklung eine Versündigung an der Menschenwürde bedeuten müßte.Darum soll im Turnen der körperlichen Rüstigkeit die Frische desGeistes zugesellt werden; die zu erstrebende rechte Mannhaftigkeit soll