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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
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nicht genommen war, so schwand das Vorurteil und der alte Eiferkehrte wieder.

Leider brachten die nächsten Jahre einen Rückschritt. Als Ostern1878 Direktor Dr. Böttcher die Realschule übernahm, blieb zwar dieEinrichtung des Klassenturnens erhalten, aber aus Ersparnisrücksichtenwurden je zwei gleichartige Klassen für das Turnen vereinigt. Dashatte in den oberen Klassen, wo die Turnabteilungen die im ämtlichenLeitfaden angegebene Normalzahl von 40 Schülern nicht wesentlichüberschritten, keine Beeinträchtigung zur Folge; aber in den Mittel-klassen und in höherein Maße noch in den Unterklassen führte es zuschweren Übelständen. Niegenturnen unter Vorturnern ließ sich nichtwieder einrichten, weil die Schüler der Oberklassen, die vorzugsweisedie Vorturner stellen konnten, durch gleichzeitigen anderen Unterrichtin Anspruch genommen wurden. So konnten denn zwar mit denTurnabteilungen von 60 bis 100 Turnern wohl Frei- und Ordnungs-übungen getrieben werden, obwohl deren Ausführung unter dem Mangelan eingehender, scharfer Beobachtung und Beurteilung auch leiden mußte;aber mit dem Gerätturnen stand es viel ungünstiger; wenn nicht Sprung-übungen, die eine rasche Aufeinanderfolge der Schüler gestatten, vor-genommen wurden, kamen in mancher Stunde auf jeden Turner nur2 bis 3 Übungen. Bei alledem war der Lehrer durch das Vormachenderselben, durch Hülfegeben und durch die Aufrechthaltung der Ordnungübermäßig in Anspruch genommen, während die Schüler vorwiegendzur Unthätigkeit verurteilt waren. Um Abhülfe zu schaffen, wardzwar die Turnaufsicht wieder eingeführt, indem ein jüngerer Lehrerbeigegeben ward; aber leichter und besser ward die Turnstunde erst,als infolge der Aufhebung der Michaelisklassen allmählich das Klassen-turnen in Abteilungen, die der obengenannten Normalzahl nahe kamen,wieder in Geltung trat.

Die Sommer-Turnfahrten wurden, wie in früherer Zeit teilsklassenweise, teils in größeren Abteilungen unternommen, wobei dieälteren Schüler zuweilen unter Benutzung von Bahn und Dampfschifffernere Ziele wie Verviers, Ahrthal, Laacher See, Eleve u. a. auf-suchte, während die übrigen Abteilungen Meist in die nähere UmgebungDüsseldorfs zogen. Zweimal unternahm die Schule gemeinsame Aus-slüge, so 1881 nach Dornap bei Elberfeld und 1882 zum Sieben-gebirge, die zwar den Lehrern viel Verantwortung aufbürdeten, die