Die Entstehung der zahlreichen Realschulen in den dreißiger Jahrenist eine Folge des wirtschaftlichen Aufschwunges, den unser Vaterlandnach den Freiheitskriegen in einer langen, gesegneten Friedenszeit nahm.Das Hauptverdienst für diesen Fortschritt kommt Preußen zu, so wenigman es demselben damals auch dankte. Bekanntlich verzichtete dasselbein jenen Tagen auf jede große und glänzende Politik nach außen; umso rühriger aber war es um die Entwicklung des Wohlstandes imInnern bemüht, und nicht ohne Bewunderung kann man verfolgen, wiedieses Land zur rechten Zeit seine Kräfte sammelte und für die allge-meinen materiellen Interessen geltend zu machen wußte. Besonders groß-artig und darin auch den politischen Thaten der Gegenwart nicht nachstehendist die Selbstlosigkeit, Ausdauer und Geschicklichkeit, mit der die Zoll-politik aufgenommen und trotz aller Mißgunst und Bosheit zu einemglücklichen, vorläufigen Abschluß am I. Januar 1334 gebracht wurde.Die segensreichen Folgen wurden bald deutlich sichtbar, nicht bloßan den Finanzen des Staates, sondern mehr noch in dem raschenAufschwung alles bürgerlichen Wesens. Man denke nur daran, wasaus den rheinischen Städten unter preußischein Regiments geworden.Was war selbst das ehrwürdige, vielgepriesene Köln, als es 1815 anPreußen kam? Ein stiller Ort von 47 000 Einwohnern, von denenals unternehmende und reiche Bürger gewiß nur ganz wenige bezeichnetwerden durften, und sicherlich gab es nicht viele Familien in der Stadt,die diesen Reichtum bis in das vorige Jahrhundert verfolgen konnten.Und was ist nun seitdem aus der Stadt geworden! Der Mittelpunktdes rheinischen Handels, der scheinbar alles der Tüchtigkeit seinerBewohner und der glücklichen Lage am Flusse verdankt, dem der Staatalle großen Behörden und Institute entzogen und nur den ein-schnürenden Festungsgürtel gelassen. In Wirklichkeit aber ist es die
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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
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