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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
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angelegenheiten erwirkten durch Jmmediateingabe eine Kabinettsordre,in welcherdie Leibesübungen als ein notwendiger und unentbehrlicherBestandteil der männlichen Erziehung anerkannt und in den Kreis derVolkserziehungsmittel aufgenommen wurden"; die Freiwilligkeit bliebaber Voraussetzung der Teilnahme am Turnen. Angeregt durch diedarauf bezüglichen Anordnungen des Ministeriums und des Provinzial-Schul-Kollegiums ward das Turnen von neuem in Angriff genommen;nachdem Leutnant Walter, weil er Düsseldorf verließ, den Unterrichtaufgegeben hatte, wurden zwei Oberjäger der Garnison als Turnlehrerbeschäftigt; ein Lehrer der Schule war zur Aufsicht anwesend. ImSommer 1849 konnte die militärische Hülfe nicht gewährt werden;da übernahm Vv. Schauenburg das Turnen und behielt es in derFolge seit 1863 in Gemeinschaft mit Dr. Stammer auch bei.Durch nachdrückliche Befürwortung der Leibesübungen seitens des Lehrer-Kollegiums gelang es, fast sämtliche turnfähigen Schüler zur Betei-ligung zu bewegen. Geturnt wurde zweimal wöchentlich je 2 Stundenin Riegen unter Vorturnern. Im Winter mußten wegen Mangelseiner Halle die Übungen unterbleiben. Nach Versicherungen frühererSchüler hat bei dem damaligen Turnen ein froher, frischer Geistgewaltet; Turnfahrten förderten die Freudigkeit und den Eifer, und derUmstand, daß wöchentlich 4 Stunden dein Turnen gewidmet werdenkonnten, führte auch zu anerkennenswerten Leistungen. Im allgemeinenblieb diese Einrichtung bestehen, so lange Direktor Heinen der Schulevorstand. Von 1857 an war vr. Stammer allein als Turnlehrerthätig, seit 1860 Vv. Uellner. Im Herbst letztgenannten Jahres wurdedas jetzige Schulhaus in der Klosterstraße bezogen und damit der Anstaltin dem geräumigen Schulhofe endlich ein eigener, mit den erforderlichenGeräten versehener Turnplatz gegeben. Die wachsende Schülerzahl ver-anlaßte 18611864 die Zuhülfenahme eines Militärturnlehrers; vomnächsten Jahre an wurden zwei Turnabteilungen gebildet; auch dieKnaben der neuerrichteten Vorschule turnten einmal wöchentlich unterAnweisung ihrer Lehrer. Ostern 1866 ward die Leitung des Turnens,die wegen Dr. Uellners Ausscheiden seit zwei Jahren Hülfslehrer innehatten, Herrn Schröter übertragen, der von 1869 ab in vier Abteilungenturnen ließ. Die Turnaufsicht übten wie seit mehr denn 20 Jahrenzwei Lehrer der Schule aus.

Als Ostern 1872 Direktor Ostendorf die Realschule übernahm,war er bestrebt, auch das Turnen gänzlich umzugestalten. Die Not-