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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
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99. Wolff, Balduin, geboren den 15. Juli 1819 zu Schmiedeberg in Schle-sien, widmete sich, nachdem er das Gymnasium in Hirschborg besucht hatte, demBaufach. Nach sechsjährigen theoretischen und praktischen Studien unter Leitungdes mit den Königlichen Bauten in Erdmannsdorf betrauten Baurates Hamannging er, einen längst gehegten Wunsch zu verwirklichen, zur Malerei über. UnterGottfried Schadow besuchte er die Berliner und später die Düsseldorfer Kunst-akademie. 1858 übernahm er einen Teil des Zeichenunterrichtes an der Realschulemit Professor Conrad zusammen, nach dessen Tode unter Direktor Ostendorf denganzen Unterricht.

100. Gicheisheim, M., wurde 1339 in Diez a. d. Lahn geboren, besuchtedaselbst die Realschule, legte 1866 die Turnlehrerprüfung zu Berlin ab, war späterTurnlehrer an der Realschule zu Siegen und wirkt seit 1868 zu Düsseldorf alsLeiter des städtischen Schulturnens. Von Siegen wurde Eichelsheim 1865 alsAbgeordneter des mittelrhcinischen Kreises nach Paris geschickt. 1885 schrieb erseinen Leitfaden für den Turnunterricht in den Volks- und Mittelschulen. (Düssel-dorf, Schwanns Verlag). ^

o. Vorschullehrer.

101. Duckwrilcr, Karl, geboren 18. Januar 1834 zu Neersen, Kreis Gladbach,besuchte das Progymnasium zu M.-Gladbach und empfing dann seine erste Vor-bildung für den Lehrerberuf durch Privatunterricht. Im Februar 1850 erwarber sich die Berechtigung zur Uebernahme einer Gehülfenstelle; dann wurde ihm zuOstern des Jahres die Unterklasse der Elementarschule zu Jüchen, Kreis Greven-broich, übertragen. In der hier bestehenden Präparandenschule bildete er sich weiterund trat dann Ostern 1853 in das Lehrer-Seminar zu Kempen ein. Dasselbeverließ er nach bestandener Prüfung Ostern 1355 und erhielt eine Lehrerstelle ander Max-Pfarrschule in Düsseldorf; im Herbste 1864 erfolgte dann seine Berufungan die bei der hiesigen Realschule I. Ordn, neu errichtete Vorschulklasse. Unter-brochen wurde die Berufsthätigkeit an der Vorschule durch den deutsch-französischenKrieg, an welchem er im 17. Landwehr-Regiments teil nahm.

102. Dr. Klrimn, L. R., derzeit Stadtschulinspector in Hamilton, Ohio; früherRektor des städtischen Lehrerseminars in Cincinnati, und Schulsupervisor in Cleve-land, Ohio; Verfasser vieler Schulbücher, Erfinder der patentierten Übungskartenund Präsident des nationalen deutsch-amerikanischen Lehrerbundes. Geboren inDüsseldorf 1845, war Schüler der Realschule von 18571861, bereitete sich fürden Lehrerberuf vor, fungierte dann als Lehrer an der Vorschule der Realschuleund folgte 1866 einem Rufe nach Amerika, wo er anfänglich einige Jahre lang anPrivatinstituten unterrichtete, bis er nach Cleveland berufen wurde, wo man ihnzum Departementschef in den Stadtschulen wählte. Er reist derzeit im Auftrage derenglischen Erziehungsschriften von Boston, New-Iork und Philadelphia durch Europa,um den jetzigen Stand der Methodik und Didaktik zu studieren und darüber Berichtzu erstatten. Auch er erinnert sich mit Verehrung seiner Heimath und der Schule,in welcher die Herren Direktor Heinen, Dr. Schauenburg, Dr. Stammer, vr. Czechund andere einen wesentlichen Einfluß auf seinen Lebenslaus ausübten,