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Michaelis 1870 folgte er einer Berufung nach Altona als ordentlicher Lehrer derStädtischen Realschule. Hier wurde er März 1873 zum Oberlehrer ernannt. Ostern1874 wurde er in Hamburg Direktor der unter dem Patronat der Evangelisch-Reformierten Gemeinde stehenden Realschule, welche unter seiner Leitung sich inzwei Jahren aus einer Volksschule mit etwas erweiterten Zielen zu einer von denReichsbehörden als zur Ausstellung von Militärzeugnissen berechtigten Lehranstaltentwickelte. Ostern 1878 wurde er Direktor des hiesigen Realgymnasiums (damalsRealschule I. Ordn.), in welcher Stellung er bis zum Schluß des Sommerhalb-jahrs 1882 verblieb, um vom Oktober desselben Jahres ab die Leitung des Real-gymnasiums auf der Burg in Königsberg in Pr. zu übernehmen. Im Druck erschienenist von ihni außer den auf Grund von Konferenzberatungen veröffentlichten Lehr-plänen der Realschule der Evangelisch - Reformierten Gemeinde (Jahresbericht1875) der Realschule I. Ordn, zu Düsseldorf (Progr. 1882) und des Realgymna-siums auf der Burg zu Königsberg (Ostern 1885 bei Schubert u. Seydel):1. Kritische Untersuchungen über die Quellen des Livius im XXI. und XXII. Buch.Separatabdruck aus dem Supplement der Jahrbücher für klassische Philologie.Leipzig 186S. 2. Über die Bedeutung der Unterrichtsgegenstände im Organismus einerhöheren Schule. Jahresbericht der Realschule der Evangelisch-Reformierten Gemeindein Hamburg. Ostern 1875. 3. Womit mußte die Reorganisation unseres höherenSchulwesens beginnen? Centralorgan für die Interessen des Realschulwesens 1375.
4. Über die sogenannte Einheitsschule. Düsseldorf 1878. Schaubsche Buchhandlung.
5. Über den Geschichtsunterricht. Korreferat für die erste Direktoren-Versammlungin der Rheinprovinz. 1881. Berlin. Weidmannsche Buchhandlung. 6. Vorschlägezur Methodik des geographischen Unterrichts mit Beispielen aus der Schulpraxis.Königsberg 1384. In Kommission bei B. G. Teubner. 7. Der französischeUnterricht in der Quinta und Quarta der Gymnasien und Realgymnasien und dasfranzösische Unterrichtswerk von Josupeit. Herrigs Archiv 1336. 8. Die Methodedes geographischen Unterrichts. Berlin 1886. Weidmannsche Buchhandlung.
33. Schmiß, Johann Jacob, geboren 29. März 1852 zu Myhl, Regierungs-bezirk Aachen, ging, mit dem Zeugnis der Reife vom Dürener Gymnasium ent-lassen, Herbst 1873 zur Bonner und später, Herbst 1875, zur Berliner Universität,um Sprachstudien zu machen. Nachdem er am 9. Februar 1878 zu Bonn dasExamen x. k. ä. abgelegt hatte, wurde er als Probekandidat zunächst an derRealschule in Essen beschäftigt. Von Herbst 1878 an ist er am hiesigen Real-gymnasium thätig und zwar bis Herbst 1879 als wissenschaftlicher Hilfslehrer undvon da ab als ordentlicher Lehrer.
84. Rolfs, Heinrich Ludwig Emil, geboren zu Schwarmstedt bei Hannover am1. November 1853, absolvierte das Domgymnasium zu Werden a. d. A., studiertedann von Ostern 1872 bis Herbst 1375 neuere Sprachen, Geschichte und Geographie,und diente zugleich als Freiwilliger beim 32. Regiment zu Göttingen. Zu weiterrAusbildung besuchte er die französische Schweiz und England. Nach bestandenemExamen trat er Herbst 1873 als wissenschaftlicher Hülfslehrer in das Kolleg derRealschule, wurde Mai 1880 definitiv angestellt und verließ die Anstalt Ostern1881, um in das Kolleg der Kölner Oberrealschule einzutreteu. In dieser Stellungbefindet er sich noch jetzt.