Druckschrift 
Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
Seite
103
Einzelbild herunterladen
 

103

wurde er an der in der Umgestaltung begriffenen Königlichen Gewerbeschule zuAachen angestellt. An der aus dieser Schule hervorgegangenen städtischen Realschuleist er zur Zeit als ordentlicher Lehrer beschäftigt.

80. Strcdlmv, Karl R. E., geboren am 11. Juli 1346 zu Landsberg an derWarthe, besuchte infolge mehrfacher Versetzungen seines Vaters die Stadtschulenvon Küstrin, Müncheberg und Seelow sowie die Seminarübungsschule in Neuzells.Nachdem er vom jetzigen Rektor Gast in Guben für den Lehrerberuf vorbereitetwar, gehörte er vom Herbst 1863 bis dahin 1866 dem Seminar zu Neuzelle an.Vom 1. Oktober 1866 an war er ein Jahr lang Dorfschullehrer in Zechin imOderbruch, dann bis Ostern 1869 Armenschullehrer in einer Vorstadt von Lands-berg a. d. Warthe und darauf Lehrer an der Bürger(Mittel-)schule daselbst. Vondort aus besuchte er im Winterhalbjahr 1869/70 die Königl. Central-Turnanftaltund die Vorbereitungsanstalt für Zeichenlehrer in Berlin; auch ward er, nachdemer bereits 1867 seiner Militairpflicht genügt hatte, im Juli 1870 zu den Fahneneinberufen und nahm im Leib-Grenadier-Regiment (1. Brandenburger Nro. 8) ander Belagerung von Metz und an den Kämpfen um Orleans teil. Nach Wieder-eintritt in sein Lehramt im Juli 1871 folgte er Ostern 1872 einem Rufe an dieRealschule II. Ordn, zu Neumünster in Holstein und trat im Herbst 1877 alsNachfolger des Herrn Erk in das Kollegium der Realschule I. Ordn, zu Düsseldorf ein.

81. vr. Drnun, Reinhold, geb. 12. Januar 1849 zu Gr. Glogau, vorgebildet aufdem Gymnasium zu Görlitz und den Universitäten zu Leipzig, Berlin und Greifs-wald, promoviert von der philosophischen Fakultät zu Greifswald 1873, pro taeul-tute clocsncli ebendaselbst geprüft 1373. Herbst 1873 Hilfslehrer am Realgymna-sium zu Jserlohn, Herbst 1874 ordentlicher Lehrer an derselben Anstalt, Herbst1378 an das Realgymnasium zu Düsseldorf berufen. Geschrieben hat derselbe:

,,vs cluadus aclvsrsns XristoAitouem orationldus guas vsmostlisnes seripsissstsrtnr" undBeiträge zur Statistik des Sprachgebrauchs Sallust's".

82. vr. Düttchrr, Carl, geboren 20. Dezember 1838 zu Pr. Eylau, wurde Ostern1859 mit dem Zeugnis der Reife vom Königlichen Friedrichs-Kollegium zu KönigsbergPr., entlassen, nachdem er bereits von Ostern 1357 bis Ostern 1859 durch Annahmevon Hauslehrerstellen sich für die praktische Lehrthätigkeit vorbereitet hatte. VonMichaelis 1859 bis Ostern 1861 studierte er in Königsberg Theologie und klassischePhilologie, trat dann aber in die philosophische Fakultät über, um Geschichte,Geographie und neuere Sprachen (Französisch, Englisch, Spanisch) zu studieren.Von Ostern 1862 bis Michaelis 1863 war er wieder Hauslehrer und brachte dannbis Michaelis 1366 seine Studien zum Abschluß. Am 24. September 1866 bestander sein Doktorexamen. Schon vor demselben war er als Lehrer an das damalsStädtische, jetzt Königliche Gymnasium in Graudenz berufen worden. Der Eintrittmußte bereits anfangs Oktober erfolgen, und so konnte er erst von Graudenz ausauf Grund seiner Dissertation:Hnasstionos eritieas äs litt VIvil lidri XXI stXXII loutidus" rite promoviert werden (4. Januar 1867) und sein Staatsexamenablegen (21. Dezember 1867). Michaelis 1866 trat er in das Lehrerkollegium desGymnasiums zu Graudenz ein und gehörte demselben bis Michaelis 1370 an,nachdem er Michaelis 1868 zum ersten ordentlichen Lehrer ernannt worden war