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gung der neueren Sprachen. Nachdem er 1865 die Doktorwürde erlangt und diePrüfung pro taeultato äoesncki bestanden hatte, begab er sich nach Paris, wo erlängere Jahre als Erzieher thätig war. 1875 wurde er an der KortegarnschenRealschule in Bonn als Lehrer angestellt, folgte aber schon ein Jahr später einerBerufung an das Realgymnasium in Düsseldorf. Hier wirkte er bis Ostern 1882.Dann trat er als Lehrer an die in Bonn neu ins Leben tretende städtische höhereBürgerschule. Im folgenden Jahre wurde er an dieser jetzt in ein Realgymnasiumumgewandelten Anstalt zum Oberlehrer befördert. Er veröffentlichte 1884 eineProgrammabhandlung' Die Form- und Begriffsveränderungen der französischenFremdwörter im Deutschen.
78. vr. Modell, Abraham, geboren 1. Juni 1844 zu Posen, absolvierte dasKönigliche Friedrich-Wilhelms-Gymnasium daselbst, bezog Ostern 1863 das Rabbiner-Seminar und die Königliche Universität zu Breslau und erwarb an letzterer aufGrund seiner Schrift: „Ds sinsnclatlonidus in lidris saeris Vstsris Nsstamenti g,Loxüsriin'propositis" die philosophische Doktorwürde. Ostern 1867 übernahm erdas Amt des ersten Lehrers an der Religionsunterrichts-Anstalt I der Synagogen-gemeinde'zu Breslau und folgte Ostern 1870 seinem Vater im Amte des Inspektorsder israelitischen Waisenknaben-Anstalt zu Posen. Ostern 1871 bis 1874 war ergleichzeitig Religionslehrer an der städtischen Realschule daselbst. In dieser Eigen-schaft erstattete er, da die genannte Anstalt zur Zeit eines katholischen Religions-lehrers entbehrte und der anderweitig berufene evangelische Religionslehrer nochnicht ersetzt war, auf Anordnung des Herrn Realschuldirektors Dr. Geist das vondein damaligen Kultusminister, Sr. Excellenz Herrn Dr. Falk geforderte Gutachtenüber die Beibehaltung des Religionsunterrichts an höheren Schulen. Ostern 1874als stellvertretender Rabbiner und Prediger nach Breslau zurückberufen, folgte erOstern 1375 einem Rufe als Rabbiner des Synagogenbezirks Düsseldorf. Ostern1882 wurde er von der hohen Behörde für längere Zeit beurlaubt und begab sichauf Wunsch der vereinigten Comites von Berlin, Wien, Paris, London und New-Aork an die russische Grenze und nach Rußland selbst, um die Auswanderung deraus letztgenanntem Lande vertriebenen Jsraeliten zu organisieren und für die speziellfür diese Angelegenheit gebildete preußische Ministerial-Kommission den gefordertenauthentischen Bericht über die Sachlage zu erstatten. Erschienen sind außer dergenannten Schrift verschiedene Artikel in Frankel's Monatsschrift und in Rahmer'sWochenschrift; ferner verschiedene Predigten, Heinrich Heine's Stammbanm (imJahrbuch für niederrheinische Geschichte 1885); Geleitbrief der Juden zc. (Jahrbuchfür niederrheinische Geschichte. 1836).
79. Dagellikrn, Franz, geboren 3. Juni 1848 zu Münstereifel, ging, mit demZeugnis der Reife von dem dortigen Gymnasium entlassen, Herbst 1866 zur AkademieMünster, später zur Universität Bonn und nach Paris. Das Examen pr. 1. cl.legte er zu Bonn am 6. Mai 1871 ab. Herbst 1872 bis Herbst 1873 war erProbe-Kandidat an der städtischen Realschule in Köln, sodann wurde er an derhöheren Bürgerschule in Limburg a. d. Lahn angestellt. Er gab aber diese StelleHerbst 1875 auf, um sich durch leinen 2jährigen Aufenthalt in England im Eng-lischen zu vervollkommnen. An der städtischen Real- und Bürgerschule zu Düssel-dorf wirkte er als kommissarischer Lehrer von Herbst 1877 bis Ostern 1878. Hierauf