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66. vr. Uslkrradt, Heinrich, geboren 3. September 1344 zu Lippstadt, erhieltHerbst 1863 am Gymnasium zu Paderborn das Zeugnis der Reife und genügtezunächst bei dem 56. Infanterie-Regiment der einjährigen, militärischen Dienstpflicht.Von Herbst 1864 bis Herbst 1867 studierte er klassische und germanische Sprachenan der Königlichen Akademie zu Münster. Sommer 1866 beteiligte er sich alsUnteroffizier im 53. Infanterie-Regiment am Mainfeldzuge. Im Juni 1868 bestander die Prüfung p. k. 6. und begann im Herbst desselben Jahres mit Erlaubnisdes Königlichen Unterrichtsministeriums an der damaligen Realschule I. Ordn, zuLippstadt das gesetzliche Probejahr, während dessen er das Glück hatte, von demverstorbenen Direktor Ostendorf in ausgezeichneter Weise in die Unterrichtspraxiseingeführt zu werden. Herbst 1869 übernahm er bei dem Marchese Campanari inRom eine Hauslehrerstelle. Der Feldzug der Jahre 1370/71, welchen er alsReserveoffizier des 39. Infanterie-Regiment mitmachte und in welchem er mit demeisernen Kreuz II. Klasse ausgezeichnet wurde, zwang ihn, diese für seine Fortbildungso vorteilhafte Stellung schon nach 10 Monaten aufzugeben. Nach dem Kriegewar er in der Familie der Neichsgräfin von Oppersdorff in der Grafschaft Glatzwiederum als Hauslehrer thätig, erwarb sich aber während dieser Zeit die k. ck.im Französischen und mit einer Abhandlung über „Goethes Lyrik" die philosophischeDoktorwürde. Aus Veranlassung seines früheren Direktors wurde er Herbst 1872als ordentlicher Lehrer an die Realschule I. Ordn, zu Düsseldorf berufen. Ostern 1876wurde er zum Oberlehrer am Gymnasium zu Paderborn befördert und nach5^/- jähriger Thätigkeit daselbst in gleicher Eigenschaft an das Gymnasium zuMünster i. W. versetzt. Herbst 1884 wurde ihm das Direktorat des Gymnasiumszu Recklinghausen übertragen. Im Buchhandel sind von ihm erschienen: 1. Niobsuck,distoirs äs 1s. troisisiruz oroisscks. sWeidmannsche Sammlung). Berlin. Weidmann.1877. 2. Lehrbuch der italienischen Sprache. I. Teil: Grammatik. Berlin. Weid-mann. 1878. 3. Dasselbe II. Teil: Lesebuch. Berlin. Weidmann. 1878.
4. Pension, ^vontnrss äs 1'ölemsgne. (Weidmannschc Sammlung). Berlin. 1879.
5. Bidliotses mockorns itslisns. 3 Bändchen. Leipzig. Veit Kr Comp. 1880.
6. Goethes Jphigenie auf Tauris, erläutert. Paderborn. Schöningh. 1880. 2. Aufl.1887. 7. Zur Methodik des lateinischen Aufsatzes. Progr. Münster. 1834. 8. Kri-tiken in wissenschaftlichen Zeitschriften.
67. Ahrrnd, Ferdinand Karl Christian, evangelischer Konfession, wurde am17. Oktober 1843 in Levenhagen bei Greifswald geboren. Von Ostern 1857 bisMichaelis 1864 besuchte er das Gymnasium zu Greifswald. Von Michaelis 1864bis Michaelis 1667 studierte er auf der Universität Greifswald Mathematik undNaturwissenschaft und absolvierte im Februar 1870 das exsmsu pro ksonltsts ckoosncki.Ostern 1870 trat er sodann als osnckickstns prodsnckns bei der Realschule I. Ordnin Harburg ein. Von Ostern 1871 bis Michaeli 1871 war er wissenschaftlicherHülfslehrer an der Realschule I. Ordn, in Perleberg. Michaelis 1871 ging er alsordentlicher Lehrer an die höhere Gewerbeschule in Magdeburg. Von Ostern 1872bis Michaelis 1873 war er ordentlicher Lehrer an der in der Entwickelung begriffenenhöheren Bürgerschule zu Unna. Von hier wurde er Michaelis 1373 als ordent-licher Lehrer an die Realschule I. Ordn, zu Düsseldorf berufen. Im März 1887wurde er zum Oberlehrer ernannt.
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