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zu Hückeswagen angestellt; 1869 nach Düsseldorf an die St. Andreaskircheversetzt, war er von Ostern 1879 ab zugleich als zweiter katholischer Religions-lehrer an der Realschule thätig, bis die von Ostendorf gegründete höhereBürgerschule einer besonderen Leitung unterstellt wurde. Jetzt ist er Pfarrer inBorbeck.
64. Pontani, Bernhard, geboren zu Neuß am 27. Oktober 1845, besuchte dasGymnasiuni seiner Vaterstadt von 1857 bis 1865 und studierte darauf auf derUniversität Bonn neben den neueren Sprachen namentlich Mathematik und Natur-wissenschaften. Als Mitglied des naturwissenschaftlichen Seminars löste er diebotanische Preisaufgabe: „Über die Krystalle oxalsauren Kalks in den Pslanzen-zellen". 1868 promovierte er an der Universität Bonn auf Grund einer Disser-tation: „Über die Leitungsfähigkeit der Salpetersäure und ihrer Gemische mitSchwefelsäure und Zinkvitriol für die Elektrizität". November 1863 bestand erdas sxamon pro taenltatö äoeonäl und wurde laut Reskripts vom 6. Januar 1869zur Ableistung des Probejahrs der Realschule I. O. zu Düsseldorf überwiesen.Nach dem Probejahr verblieb er noch als Vertreter eines erkrankten Kollegen ander Anstalt bis Oktober 1870. Nachdem er hierauf ein halbes Jahr am Gymnasiumzu Elberfeld unterrichtet, folgte er Ostern 1871 einem Rufe an die Realschule II. O.(jetzt Progymnasium und Realprogymnasium) zu Eschwege, wo er sich augenblicklichnoch befindet.
65. Gstrndorf, Julius, geboren 2. April 1823 zu Soest, Sohn des früh gestorbenenPredigers an der Petrikirche daselbst. Er ging bereits mit 17 Jahren zurUniversität Bonn (später Halle und Berlin), um Theologie zu studieren, wendetesich aber hernach zu philologischen Studien. Zuerst war er in Soest und Weselthätig. Dann zwang ihn eine schwere Krankheit dazu, seine pädagogische Thätigkeitzu unterbrechen. Das Jahr 1843 führte ihn dagegen zur hervorragenden Beteiligungan den politischen Ereignissen. Vom Wahlkreise Soest-Hamm in das FrankfurterParlament gewählt, schloß er sich der sogenannten Erbkaiserpartei an. Mit denandern preußischen Mitgliedern schied auch er Ende Mai 1849, um danach anden Beratungen in Gotha teilzunehmen. Seinem Programme, das im wesentlichen1866 und 1871 sich verwirklichte, ist er stets treu geblieben. 1850 ging er nachLippstadt und gestaltete die dreiklassige Stadtschule in eine Realschule I. O., dieauch weit über die Provinz hinaus ihm einen ausgezeichneten Namen gemachthat. Ostern 1872 verließ er Lippstadt, um in Düsseldorf die Leitung der Real-schule zu übernehmen und das Schulwesen daselbst neu zu organisieren. Mittenin seiner Thätigkeit starb er am 31. August 1877. Erschienen sind von ihmaußer zahlreichen Programmabhandlungen „Über die Leibesübungen", „Beiträge zurRealschulfragc", „Über den neusprachlichen Unterricht" und außer verschiedenenAufsätzen im Pädagogischen Archiv (z. B. „Zur Konzentration des Unterrichts")noch folgende Schriften: „Die Vorbildung für das Lehramt an Realschulen",1870; „Volksschule, Bürgerschule und höhere Schule", 1372; „Über das nationaleKaisertum der Hohenzollern", 1873; „Über nationale Erziehung", 1874; „DieKonferenz zur Beratung über das höhere Schulwesen des preußischen Staates", 1874;„Die Umgestaltung des hiesigen Volksschulwesens", Düsseldorf 1876.