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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
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zum Direktor derselben Anstalt. Außer der Befähigung zum Unterrichte in denalten Sprachen, in Deutsch, Geschichte und Geographie, hatte er sich noch durchein nachträgliches Examen das Recht erworben, in Französisch, Englisch undItalienisch zu unterrichten. Bei seiner Rückkehr aus Paris gab er einen inter-essanten Bericht über französische Erziehung heraus, später als Programm desBurgsteinfurter Gymnasii im Jahre 1854 eineVergleichung der Komödien:^.ulnlarig, des Plautus und l,'^.vars.des Moliöre", welche Arbeit von der Berlinergelehrten Zeitschrift sehr anerkannt wurde. Auf der im August 1857 zu Soestabgehaltenen Direktorenkonferenz wurde Direktor Bromig der ehrenvolle Auftrag,einen Entwurf für den geschichtlichen und geographischen Unterricht auszuarbeiten;der darüber gehaltene Vortrag erntete großen Beifall., Leider endete ein früherTod im März 1858 seine rege Thätigkeit; es war ihm nicht vergönnt, seineersten Abiturienten in Burgsteinfurt zu entlassen. Nachdem er schon in Hamm inder Direktorenwahl gewesen war, wurde er in Soest an seinem Todestage zum^Direktor gewählt.

17. Krasst, Carl, geboren 25. November 1814 zu Köln, Sohn des dortigenevangelischen Pfarrers und Konsistorialrats Joh. Gottlob Krasst, besuchte seit 1824das Karmeliter-Kollegium zu Köln, welches später zum Gymnasium erhoben wurdeund den Namen Friedrich-Wilhelms-Gymnasium erhielt. Ausgezeichnete Lehrerder Anstalt waren die Philologen Hoß und Jacob, der Mathematiker Heiß undder als Biograph Schillers bekannte Hoffmeister. Mit letzterem blieb K. infernerer wissenschaftlicher Berührung. Im Jahr 1832, nach Absolvierung desAbiturientenexamens, ging er zum Studium der Theologis nach Erlangen, wo erdurch seinen frommen Oheim Professor Krasst, Prediger an der reformiertenGemeinde daselbst, seine theologische und geistliche Richtung für's ganze Lebenerhielt. Ausgezeichnete Lehrer waren ferner für ihn der Philologe Döderlein, derNaturforscher von Raumer, der Theologe Harleß. Es gelang ihm leider nicht,den Dichter und Professor der orientalischen Sprachen, Rückert, mit dem er inVerbindung war, zu einer Vorlesung über hebräische Sprache, die derselbe schriftlichversprochen hatte, zu bewegen. Das Attentat von Studenten auf die FrankfurterHauptwache im Jahr 1833 zog leider das Verbot des ferneren Besuches der aus-gezeichneten Hochschule nach sich, weshalb K. nach Berlin ging, wo sein OheimStrauß Hofprediger und zugleich Professar an der Universität war. Außerdemhörte er mit Teilnahme die Vorlesungen der berühmten Theologen Neander undHengstenberg, sowie die durch ungewöhnliche Beredsamkeit sich auszeichnendenVorträge von Steffens über Religionsphilosophie. Im Jahr 1835 ging K. inseine rheinische Heimat zurück und hörte in Bonn die Vorlesungen der TheologenNitzsch und Sack. Seine theologischen Examina bestand er 1837 und 1838 inCoblenz und brachte die Zwischenzeit in Bonn als Philologe zu, wo er die Vor-lesungen von Welcker, Näke, Ritter, Lassen, Düntzer u. s. w. hörte, auch Mitglieddes philologischen Seminars wurde. In lebhafte Verbindung trat er mit demDichter G. Kinkel. Kurze Zeit als Religionslehrer am Gymnasium zu Bonnthätig, wurde er 1839 als Pfarrer an die Gemeinden Flamersheim-Großbülles-heim bei Bonn berufen, in gleicher Eigenschaft 1342 an die Gemeinde zu Hückes-wagen im Bergischen und 1845 nach Düsseldorf, wo die Zeiten der Staats-