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Die erste Amtsthätigkeit bestand nicht in Reformen, da Matthiasim wesentlichen in seinen Anschauungen dem Vorgänger glich undder begonnene Aufbau des Gymnasiums nur weiter geführt zuwerden brauchte. Diese Arbeit ist aber mit aller Sorgfalt geschehen.Der schon erwähnte wachsende Zuspruch beweist, daß das Ver-trauen der Bevölkerung ebenfalls nur größer geworden ist. Dabeikann die Frequenz um so mehr als eine normale angesehen werden,als sie sich ziemlich gleichmäßig über die verschiedenen Klassen verteilt.Der Schulbesuch ist nicht mehr von so kurzer Dauer, wie er diesfrüher bei vielen Schülern war, und die Sorgfalt bei der Versetzungläßt mit der Zeit ein regelmäßigeres Steigen erhoffen.
Das reiche Programm, das Matthias bei seiner Einführung ent-wickelte, ist in vollem Maße bis dahin eingehalten worden. Obschoner (darin seinem Vorgänger unähnlich, der seine Thätigkeit auf Schuleund Haus nahezu beschränkte) persönlich sich nicht dem Verkehre entziehtund im Geiste altklassischer Gesetzgebung auch im öffentlichen Lebensich zu der Fahne bekennt, für die er bei Lsauus 1a kolanck« kämpfteund das eiserne Kreuz sich errang, verweist er in der erwähnten Rede dochso nachdrücklich und eindringlich, wie es nur je zuvor hier geschehen, denSchüler aus dem verflachenden und zerstreuenden Leben, das die Groß-stadt und Luxusstadt mit sich bringt, in die stille Arbeitsstube und anden traulichern Familienherd. Es sei eine Thorheit, die Jugend an allden Vergnügungen und Freuden teilnehmen zu lassen, die ihr eine äußereBildung aufkleben, die Arbeitsfähigkeit aber und die Arbeitslust zer-stören und für die Zumutung stärkerer Anstrengung das Wort Überbürdungbereit habe. Indem der Direktor mit solchen Gedanken der Familiedie Aufgabe zuwies, die Erziehung mehr nach innen zu kehren, berührteer den wundesten Punkt, an dem das Leben in unserer Stadt besonderskrankt. Wir haben oben ähnliche Klagen Heinens mitgeteilt; sie sindja alt, aber das Leben der Gegenwart hat dies Übel nicht gemindert,sondern eher gesteigert. Und wie bislang schon mancher praktischeFall dem Direktor wie der Konferenz Anlaß gegeben hat, dem Eltern-haus die Gefahren zu bezeichnen, die aus all den verwirrenden undvorzeitigen Genüssen hervorgehen, und die man dadurch am wenigstenbannt, daß man sie nicht sehen mag und nicht sehen will, so wird auchin Zukunft die Schule nicht müde werden dürfen, das Haus daran zuerinnern, daß die Kinder in der Arbeit für die Schule ihr wesentlichstesInteresse zu sehen und in der treuen, pünktlichen Erfüllung ihrer Pflicht