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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
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große Anfangsbuchstaben) eine noch durchgreifendere Reform gewünscht,fo erkannte man doch dankbar den großen Fortschritt einer einheitlichennnd vernünftigen Rechtschreibung.

Diejenige Reform indes, die der Anstalt am meisten not that undderen Bedürfnis Böttcher' in Zahlen überzeugend nachwies, sollteerst von seinem Nachfolger thatsächlich durchgeführt' werden. DasVerlangen der städtischen Bevölkerung ging aus den schon wiederholtangeführten Gründen nach einem Gymnasium hin. Für eine so langeSchulzeit beanspruchte man auch die sämtlichen Berechtigungen und zwarum so dringender, als überhaupt jetzt mehr wie sonst der sichereStaatsdienst angestrebt wurde. Vielleicht auch erschöpfte sich die Geduldderer, die aus der Agitation der Realschulmänner Erfolge erwarteten.Genug, die Schülerzahl der Anstalt verminderte sich zusehends mehr undmehr und nicht bloß aus persönlichen und zufälligen Ursachen. Die Er-kenntnis von der Notwendigkeit der Umgestaltung führte endlich am14. Februar 1882 im Stadtrat zu dem Beschlusse, die Aufsichtsbehördeum die Zustimmung zur allmählichen Einrichtung von Gymnasialklassenund zwar neben den Realklassen nunmehr anzugehen. Böttcher, derim Sommer 1832 einem Ruf an die heimatliche Realschule in Königs-berg (Ostpreußen) folgte, hat die Ausführung des Beschlusses nichtmehr in Düsseldorf erlebt.

An seine Stelle trat, nachdem in der kurzen Übergangszeitwiederum in gewohnter Weise Professor Honigsheim das Direktoratverwaltet, am 5. Oktober 1882 Direktor C. Kirchner aus Ra-tibor. Seine Einführung war ungemein geräuschlos. Wie ganzanders war dies bei Ostendorf gewesen, den Schule und Stadt inder Aula bezw. Tonhalle feierten; einfacher ging es bereits bei Böttcherzu, jetzt aber war es ganz stille, als wenn solch ein Vorgang fürdie Stadt gar keine Bedeutung habe. Indes entsprach das geräusch-lose Eintreteu wenigstens den Neigungen des neuen Direktors. Erwar keü? Freund von Förmlichkeiten und bildete auch in dieser, wiein mancher andern Beziehung den vollen Gegensatz zu seinen? Vor-gänger. Weniger durch sorgfältige Überwachung als durch eiguesVorbild veranlaßte er andere zur Erfüllung ihrer Pflichte??. In den An-sichten ebenso bestimmt, ließ er doch leichter neben seiner Meinungauch eine andere gelten, wie er denn überhaupt mit großem Zartgefühlin der nicht leichten Stellung sich bewegte. Obschon nicht fremd inden Gebieten, die hauptsächlich die Realschule pflegt, betrachtete sich