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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
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nun noch kürzer wurden wie anderswo und auf die beiden Feiertage be-schränkt wurden. Auch die Herbstferien wurden etwas geschmälert.Natürlich war es der Schule eine Freude, durch ihr Opfer ein Inter-esse der Stadt wie der Provinz zu fördern, doch kam diese Freudenoch ungeteilter zum Bewußtsein, als die Stände beim Abschied derWitwen- und Waisenkasse der Anstalt 5060 Mark schenkten; zumal,da man sich einredete, daß die Regelung des Statutes dadurch be-schleunigt werden müsse.

Besonders viel Zeit wurde in den Konferenzen auf die Besprechungder Lehrpläne verwendet. Es hatte nicht ausbleiben können, daß beiden Parallel- und Wechsel-Cöten, an denen oft in rascher Folge dieverschiedensten Lehrer thätig waren, der Unterricht nicht ausreichendineinander griff und zwar nicht bloß in Bezug auf die Methode, sondernauch in Bezug auf deu Umfang der Pensen. Es war deshalb einezweifellose Wohlthat, als zunächst im Deutschen, in Geometrie, Algebra,Rechnen und Physik und hernach auch in der Naturgeschichte ein festerNormalplan besprocken und nach Zustimmung der Behörde sofort ein-geführt wurde. Damit zusammen hängt auch die Einführung einergrößeren Zahl, neuer Schulbücher.

Ein solch neues Buch ging auch aus dem Schoß des Lehrerkollegshervor; es ist dies das von den Herren Schroeter, Moers und Blum-berger herausgegebene Turnliederbuch. Da die Auswahl so sorgfältigund die Ausstattung des Werkchens nicht bloß elegant sondern auch zweck-mäßig ist, so steht zu wünschen, daß die Schüler keine Turnfahrt ohnedasselbe machen, um die Belebung derselben durch frischen, allseitigenGesang sicher zu stellen. Die Ausflüge sind ja seitdem einfachergeworden. Die ganze Schule zieht nicht mehr wie damals nach Dornapoder gar nach dem Siebengebirge, auch beschränken sich die weitestenTouren auf die Dauer eines Tages; trotzdem aber wird doch keinAusflug gemacht, der nicht durch den muntern und gemeinsamenGesang geeigneter Lieder gewänne.

Noch mancherlei Einrichtungen jener Zeit, wie die Schulpostkarten,die Formulare für den brieflichen Verkehr mit den Eltern u, a. zeigenden auf das Praktische gerichteten Sinn Böttchers. Gleichzeitig erfolgteauch vom Ministerium eine Anordnung, die einen wesentlichen Fort-schritt in der deutscheu Schriftsprache bedeutete, nämlich die Einführungder neuen sogenannten Puttkamerschen Orthographie (20. März1880). Hätte man auch vielleicht in Bezug auf einige Punkte (z. B.