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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
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Wort, nicht Ein Zeichen der Sorge auf der langen Fahrt! Unbefangenund fröhlich sprach er über alles, was irgendwie die Aufmerksamkeiterregte. Die Operation selber schien glücklich ausgeführt zu sein, dochnahm die Heilung plötzlich eine verderbliche Wendung, so daß er am31. August 1877 seinen Leiden erlag.

Heinen hatte bei seinem Ende in Düsseldorf ziemlich alleingestanden, und härter wurde durch diesen Todessall wenigstens inDüsseldorf niemand betroffen. Diejenigen, die ihn hier betrauerten, hatten- doch der Einsicht sich nicht verschließen können, daß die physische Kraftdes Mannes sich erschöpft hatte und daß mit der Entwicklung derSchule die Arbeitsfrische nicht gleichen Schritt gehalten Anders standdie Sache bei Ostendorf. Bei seinem Lebensalter (54 Jahren) durftenoch auf eine lange Wirksamkeit zum Heil der Schule gerechnet werden.Dazu kam die Teilnahme für die Hinterbliebenen. Eine junge Witwemit 3 kleinen Kindern stand am Sarge; sie hatte nun die Aufgabeallem, denselben die Wege zu bahnen und ihnen Trost und Halt inallein zu sein. Unter dem Bewußtsein, daß sie in Düsseldorf doppeltden Verlust des Gatten empfinden werde, verließ sie die Stadt undsuchte und fand Stütze und Rückhalt im Elternhause zu Lippstadt, wosie auch der Ruhestätte des Entschlafenen nahe sein konnte. Abernicht die Gattin allein war von dein Verluste gebeugt, auch fernerstehende Männer waren tief erschüttert; hatten doch auch üe mit demhochverehrten Mann verheißungsvolle Pläne und Hoffnungen aufgebenmüssen. Denn mancherlei Anregung hatte der eigenartig, edel undgenieinsinnig denkende Ostendorf gegeben und selbst solche Kreise für dieAufgaben der Schule erwärmt, die sonst denselben gleichgültiger gegen-über standen. Erst durch ihn hatten sie ein lebhafteres Verständnisund Interesse für die Bedeutung des Schullebens gewonnen. GroßeHoffnungen waren geweckt, und schwerlich fand sich ein Nachfolger,der diese verwirklichen konnte. Die Kürze seiner Amtsdauer und dieUngunst der Zeiten hat die Ausführung vieler Ideen verhindert,aber wenigstens die Bürgerschule wird ein dauerndes thatsächlichesDenkmal seiner hiesigen Thätigkeit bleiben, und dieses Andenkenwird zweifellos allseitig seinen Namen in Ehren halten.

Die einstweilige Leitung wurde jetzt ebenso wie nach HeinensTode dem Professor Honigs heim anvertraut. Selbstverständlichwurden in der Übergangszeit keine wesentlichen Veränderungen vor-genommen; es wurde treu und gewissenhaft weitergearbeitet wie vordem.