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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
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sie in Sexta erhielten, 16 gingen aus Quinta ab, 26 aus Quarta,6 hielten bis in die Tertia aus; 16 gingen aus Untersekunda mitdem Zeugnisse für den einjährigen Dienst ab, 7 aus Obersekunda,1 aus Prima ohne Abiturientenprüfung und 2 endlich erreichten dashöchste Ziel und bestanden das Abiturientenexamen! Zwei von hundert,die anfingen! Und wer hat Vorteil oder Freude vou solchen Zuständengehabt? Sicher nicht die Kinder, die zwecklos auf den Bänken mit-gesessen haben und unbefriedigt mit wertlosen und unsichern Kenntnissendie Schule bald wieder verließen. Eben so wenig aber die anderen^denen Luft und Platz verengt wurde und die durch solche „bleiernenGewichte" eher mit nach unten gezogen wurden. Es war eine zweifel-lose, allseitige Wohlthat, als für diese minder begabten Schüler.sowiefür diejenigen, die früher die Anstalt verlassen mußten, eine neueAnstalt geschaffen wurde, die höhere Bürgerschule, in der man dieAnsprüche ermäßigte, namentlich durch das Auslassen des Lateinischen,und dafür die schöne Freude hatte, daß nun auch die meisten Schülermitkamen und regelmäßig stiegen. (S. Programm 1874, S. 38.)Es ist bekannt, in welchem Maße die Anstalt sich seitdem bewährthat. Obwohl in ihrer Art hier neu und unbekannt, hat sie sich dochrasch ihre Geltung in der Stadt erobert und unter ihrer ausgezeichnetenLeitung um immer größere Scharen junger Leute sich verdient gemacht.Im letzten Grunde aber sind diese Verdienste doch auf Ostendorf zurück-zuführen, der zur rechten Zeit den Plan ersann und zur Geltungbrachte. Wir betonen dies um so mehr, weil auf diesem GebieteOstendorfs eigentliche Stärke zu suchen ist. Die Interessen der großenMassen des Mittelstandes zu vertreten, hat er sich in Schule und imöffentlichen Leben zur Aufgabe gemacht und auf diesem Gebiete gewißnicht erfolglos gearbeitet.

Es ist nicht unsere Sache, die Geschichte der andern Pläne desbreiteren auszuführen, da diese mit der Geschichte unserer Anstalt inkeiner engeren Beziehung stehen; es genüge, daß Ostendorf zur Aus-führung seiner verschiedenartigen Ideen in rastlosester Weise thätigwar. Er beteiligte sich eifrig an dem öffentlichen Leben in der Stadt,wie ail dem des Landes und ließ sich (für Bielefeld, Herford,Halle) in den Landtag wählen, um bei dem erwarteten Nnterrichtsgesetzauch an maßgebender Stelle eingreifen zu können (1874). Obwohleine schwere Krankheit schon damals den willensstarken Mann heim-suchte oder vielleicht auch gerade deshalb, um zu schaffen, so lange es