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sollten. Dann überlegte er mit ihnen in langen Konferenzen eineganze Reihe von pädagogischen Fragen, die auch nur annäherndanzuführen hier zu lange aufhalten würde. Die Fragen betrafen dieKlassenpensen, die Unterrichtsmethode in den einzelnen Fächern, dieSchulbücher, die Disciplin (Aufhebung körperlicher Strafen), Ver-meidung der Privatstunden, Silentien und Nachversetzungen, Schul-ordnungen und vieles andere. Die Erörterung aller dieser Fragenwar selbstverständlich für die Lehrer ebenso anregend wie lehrreich.
Bedeutsamer aber waren noch die umfassenden Vorschläge, die ergleich anfangs (1872) an die städtischen Behörden zu einer allmäh-lichen Erweiterung des höheren Schulwesens richtete. Sie betrafen dieBegründung einer 6 klassigen höheren Bürgerschule und einer 7klassigeuGewerbeschule, sowie die Umwandlung der Realschule I. O. in einRealgymnasium (sio), bei dem er sich eine Lehranstalt dachte, wie ersie später auf der Oktoberkonferenz in Berlin vorschlug. — DenAnsang machte Düsseldorf mit der Bürgerschule, statt einer Gewerbe-schule entstand dann später eine Kunstgewerbeschule, und das Real-gymnasium ist ebenfalls jetzt, wenn auch in anderer Art, vorhanden.Wer hätte dies wenige Jahre früher für möglich gehalten, als dieEine billige Anstalt schon manchem zu teuer erschien und man sichscheute, die Zivilgemeiude um 300 Thaler Zuschuß anzugehen, weildie Stadt schon „schwere Opfer" für die Realschule bringe? Wiewinzig waren die Zuschüsse damals gewesen gegen die Verpflichtungen,die die Stadt nunmehr unbedenklich einging und — fügen wir hinzu —-zum Wohle ihrer Kinder und damit zu ihrem eigenen Besten eingehenmußte. Denn wie konnte unpraktischer gespart werden, als wenn mandie Mehrzahl der „höheren" Schüler durch Schulen hindurchgehenließ, in denen sie nicht das lernten, was sie brauchten und ver-stehen konnten, sondern einen Teil desjenigen, was erst bei beendeten:Besuch der ganzen Anstalt Nutzen brachte. Die Realschule hatte imJahre 1871 II Primaner, 13 Obersekundaner und 120 Sextaner.Es war gewiß keine Übertreibung, wenn behauptet wurde, daß von diesen120 Sextanern nicht ein Drittel bis zur Erreichung des Zeugnisses fürden einjährigen Dienst aushalten werde. Auf dem langen Wege bisObersekunda bröckelten ununterbrochen einzelne ab und nur die Auslesekam zu' dem gedachten Ziel. So haben >860—18l>8, wie schonoben flüchtig bemerkt wurde und jetzt eingehender gesagt sein mag,sich unter je 100 Schülern 11 mit der Schulbildung begnügt, die