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gehen lassen, zuletzt Untersekunda Ostern 1885. Eine andere Art vonParallelklassen entstand aber Ostern 1883 unter Kirchnerz man ging mitgroßer Energie an die Begründung von Gymnasialklassen, indemman gleichzeitig mit einer gymnasialen Sexta und einer ausgesprochenenGymnasialtertia anfing. Die Geschichte dieser Organisation zu schreibenhat Herr Direktor Matthias übernommen, so daß dem Verfasser diesesnur die Bemerkung noch übrig bleibt, daß die jetzige Art der Ver-bindung der entsprechenden Klassen sich für den Besuch recht vorteilhafterwiesen. Der Grund leuchtet bald ein. Denn viele Eltern werdengern ihre Kinder in der Anstalt ausbilden lassen, in der sie beimEintritt in die Tertia und damit bei der Entscheidung über diegymnasiale oder reale Ausbildung sich nicht erst unter Umständen einefremde Anstalt zu suchen haben. Auch der paritätische Charakter derselbendürfte vielen Düsseldorfern ein Vorzug erscheinen. Für die Lehrer derAnstalt aber haben solche Anschauungen die angenehme Folge, daß nichtvorzugsweise minder begabte, zum Studium ungeeignete junge Leuteihueu zugeführt werden, sondern auch diejenigen, deren Talente mehrversprechen. Auch dürfte der Verkehr mit den Kollegen, die den„benachbarten Acker" bearbeiten, anregend wirken, zumal wenn dieVerschmelzung der Lehrkräfte beim Unterricht so innig ist wie hier.
Das wären also die letzten Folgen gewesen, die sich aus derAnsammlung größerer Schülermassen in der Realschule ergebenhaben. Als Heinen mit der Unterbringung derselben in den parallelenKlassen VI und V den Anfang machte, hatte er jedenfalls keine Ahnungdavon, daß so bald schon die Neuorganisation des Düsseldorfer Schul-wesens sich als notwendig erweisen würde. Noch kurz vor seinem Todeäußerte er, daß er jedenfalls in den nächsten, zehn Jahren noch keineandere Schule in Düsseldorf wünsche als die vorhandenen. So konnteer denn, als ein unerwarteter Tod am 7. Oktober 1870 seiner Thätigkeitein Ende setzte, in der Ueberzeugung scheiden, daß für lange Zeit dasSchulwesen Hierselbst gut besorgt sei. Eine lange segensreiche Wirksamkeitfand damit ihren Abschluß; aber die Arbeit seines Lebens schien gethanzu sein, und die fertige Schule in dieser Forin für lange Zeit gesichert.Darum waren es besonders die Gefühle des persönlichen Verlustes, diedie zahlreichen Leidtragenden beim Leichenbegängnis bewegten, Gefühle,denen sein trefflicher und bald nachfolgender Freund, Pfarrer Grün-meyer, am Grabe beredten Ausdruck verlieh. Einen nicht minderwarmen, aber umfassendem Ausdruck über die Schwere des Verlustes