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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
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im Laufe der Zeit sehr wuchs (1864: 113 Schüler, 1865: 175 Schüler,1887: 227 Schüler), so wurdeu Parallelklassen erforderlich. Die Leitungderselben übernahm nach dem Tode Ostendorfs Herr Rektor Viehoff, bisneuerdings mit der Verlegung der Bürgerschule in die Südstadt eineTeilung notwendig wurde und in der Art eintrat, daß je eine erste, zweiteund dritte Vorschulklasse dem Realgymnasium zugewiesen wurde, währenddie andere Hälfte der höhern Bürgerschule verblieb. — Auch die Real-schule selber erweiterte sich Herbst 1865 durch Parallelklassen fürSexta und Quinta. Dieselben sind allmählich bis Untersekunda ein-schließlich fortgesetzt worden. In sinnreicher Weise gestaltete OstendorfHerbst 1873 diese Parallel-Cöten in Wechsel-Cöten, sogenannte Oster-und Herbst-Cöten um und ermöglichte es dadurch, daß solche Schüler,die für die folgende Klasse nicht ganz reif geworden, nur um einhalbes Jahr zurückgesetzt zu werden brauchten. Es schien eine solcheMaßregel um so billiger, als mauche Mittel, die früher eine allge-meinere Versetzung möglich gemacht (Privatstunden, Silentien, Nach-prüfungen), sich doch vielfach als künstlich und bedenklich erwiesenhatten, indem sie lässige Schüler von zeitiger und eigener Anstrengungabhielten. Nach der Ostendorfschen Idee sollte also jeder Schülerhinfort die freie Zeit und die Ferien zur Erholung benutzen, die zurArbeit angesetzte Zeit, aber auch angestrengt thätig sein und wenndies nicht geschehen, je nach dem Maße seiner Lücken um ein halbes,nach Umständen aber auch um ein ganzes Jahr zurückgesetzt werden. —In der Praxis machte sich indes die Sache anders. Schon die Voraus-setzung, daß für beide Cöten immer genügend Schüler vorhandenwären, traf bald aus den obengenannten Ursachen nicht mehr zu, unddie städtische Verwaltung war bei dieser Art von Cöten nicht in derLage, eventuell zwei derselben in einen zu verschmelzen. So war Winter1880/81 die Gesamtzahl der Obertertianer 26; dieselben mußten aberwegen der verschiedenen Klaffenstandpunkte in zw ei Klassen unterrichtetwerden. Ebensowenig waren auch die Lehrer von dem praktischenErfolg erbaut, da die Schüler der einzelneu Klassen zu oft durcheinandergeworfen wurden und die Vorbildung häufig eine zu verschieden-artige war. In Prima hatte man gewöhnlich, so gering dieGesamtzahl auch sein mochte, doch vier- oder fünffach verschieden vor-gebildete Schüler. Natürlich empfanden diese den Nachteil ebensosehr,und so hat man denn aus allen diesen Gründen, mit Ostern 1881beginnend, die Wechsel-Cöten der Reihe nach von unten an wieder ein-

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