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ferner aber auch, daß „nach allgemeiner Erfahrung die Knaben undJünglinge, welche aus den Gymnasien in die Kontore und Werk-stätten übergingen, in den Kenntnissen und Fertigkeiten, welche zumEintritts in das kommerzielle und industrielle Leben vor allem verlangtwerden müßten, unzureichend vorbereitet seien. Hieraus erwüchsensowohl für die Ausbildung der jungen Leute, als auch für den Betriebder Geschäfte sehr nachteilige Folgen."
Daß diese Anschauungen ernstgemeinte waren, ergiebt der Umstand,daß aus freiwilligen Beiträgen für die ersten beiden Jahre ein Zuschußvon 800 Thalern aus der Bürgerschaft zugesichert wurde. So wagte mandenn den für die Entschließungskraft jener Zeiten immerhin mutigenSchritt und begründete am 28. Mai 1838 feierlich in dein ehe-maligen Franziskanerkloster an der Citadellstraße die neue Real-schule. Das Gebäude hatte vorher dem Gymnasium gedient undwar nuil, da dieses in der Alleestraße seinen Neubau bezogen, vonder Regierung der Stadt für den gedachten Zweck überlassen.Vielfach hoffte man, daß der Staat auch noch ein Weiteres fürdieselbe thun möchte und, wie Friedrich Wilhelm III. es in einerKabinettsordre vom 9. März 1819 in Aussicht gestellt hatte, iu derStadt Düsseldorf als Schwesteranstalt der 1818 gestifteten BonnerUniversität ein Polytechnikum einrichten werde. Daran aber dachte dieRegierung wohl nicht mehr und bescheidener waren augenscheinlich jetztihre Projekte für Düsseldorf. Der jungen Anstalt aber machte sie aufden Vorschlag Beuths zum Patengeschenke Vorlegeblätter für Maurer,Fabrikanten, Zimmerleute und Mechaniker. Mail sieht, daß dieRegierung die Schule in ihrer Entwicklung sich als Gewerbescbuledachte. Jedenfalls schien eine solche, mochte man sich dieselbe nun alsUnterbau für ein Polytechnikum denken, oder mochte man annehmen,daß sie direkt ins gewerbliche Leben überführe, durch die Verhältuisseder Stadt und der weiteren Umgebung ausreichend gerechtfertigt zusein. Rühmte man doch schon den großen industriellen Aufschwungder Stadt, in welcher 1836 (nach Reden) 22 fabrikmäßige Anlagen,dazu verschiedeile Brennereien und Senffabriken sich befänden.*) Wieklein und bescheiden kommen uns doch heute diese Zahlen vor!
*) 1861. 163 Manufakturen und Fabriken; dazu 6t) Brennereien (Berichtder Handelskammer 1861).
1887. 1461) große und mittlere Bank-, Handels- und Fabrikgeschäfte (Berichtder Stadt Düsseldorf).
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