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Festschrift zur fünfzigjährigen Gedenkfeier der am 28. Mai 1838 erfolgten Begründung des Realgymnasiums
Entstehung
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weise und feste Handelspolitik des Staates .gewesen, welche die glücklicheEntfaltung jener Kräfte erst möglich gemacht hat. Mit viel beschei-denern Mitteln aber traten die Städte weiter rheinabwärts in die neueZeit hinein. Und doch empfanden auch sie es bald, daß die Periodedes Stillstandes nun aufgehört habe und daß für die Entwicklungbürgerlicher Thätigkeit jetzt die Zeit gekommen. Die Gunst der Lage,die Schätze des Bodens, die Kräfte der Flüsse und anderes konntenunmehr besser nutzbar gemacht werden, und rasch wuchsen infolgedessen die niederrheinischen Städte aus den alten Mauern heraus.

Mit dieser Entwicklung des Bürgertums machte sich notwendigauch die Frage geltend, ob im Schulwesen für die immer zahl-reicher und wichtiger werdenden Gewerbtreibendeu ausreichend undzweckmäßig gesorgt werde. Der auf Erwerb und Nutzen ausgehendeBürger fragte sich mit Recht, ob setne Kinder nicht etwas Besseres undmehr Brauchbares lernen könnten, als die Elemente alter Sprachen,die sie aus den unteren und mittleren Klassen der Gelehrtenschuleuins praktische Leben mit hinüber nähmen. So entstanden allerleihöhere"Bürger- und Realschulen, die nach den verschiedensten Gesichtspunkteneingerichtet wurden. Um endlich eine gewisse Einheit in diese Anstaltenhineinzubringen, beauftragte die preußische Regierung den früherenDüsseldorfer Gymnasialdirektor und späteren Geh. Ober-Regierungsratim Unterrichtsministerium Karl W. Kortüm mit der Abfassung einerNormal-Instruktion, die am 8. März 1832 bekannt gemacht wurdeund die Bedingungen klarer feststellte, unter denen die Berechtigungzum Eintritt in den einjährigen Dienst, sowie in das Post-, Forst-und Baufach und in die Büreaus der Provinzial-Behörden gewährtwerden sollte. Die nächste Folge dieser gesetzlichen Regelung war, daßin den verschiedensten Städten solcheberechtigte" Anstalten geschaffenwurden. So meinte auch das rasch sich entwickelnde Düsseldorfes war in den letzten 10 Jahren von 27 000 Einwohnern auf die über-raschende Zahl von 34000 Einwohnern gestiegen für seinen zahl-reichen Bürgerstand eine solche Anstalt nicht länger entbehren zu können.

Schon in der Mitte der dreißiger Jahre (3. April 1835) warunter dem Oberbürgermeister von Fuchsius eine Versammlung einfluß-reicher Familienväter zusammengetreten, um das Bedürfnis für dieErrichtung einer Realschule festzustellen. Man sprach die Überzeugungaus, daß eine Entlastung des Gymnasiums von denjenigen Elementen,die doch nicht studieren wollten, im Interesse dieser Anstalt selber sei,