Diese beiden letzten Gleichungen bilden die Auflösungder Aufgabe; sie wurden zuerst in dieser Gestalt von Bordaentwickelt und sind zur Rechnung sehr bequem. Wenn dreiBeobachter mit drei Instrumenten beobachten, so kann mandie scheinbaren Höhen Ii' und II' zu gleicher Zeit, mit derMonddistanz messen, worauf man dann mit Hülfe dieserHöhen, der Horizontalparallaxen und des beobachteten Baro-meter- und Thermometer-Standes die wahren Höhen h undH sogleich finden kann. Gewöhnlich wird man jedoch /#,,h'i H und H' lieber durch eine directe Berechnung be-stimmen. Kennt man nämlich die Breite des Beobachtungs-ortes, die Zeit der Beobachtung und ebenso die genäherteLänge des Ortes, so sucht man alsdann aus der astronomi-schen Ephemeride, die wahren geraden Aufsteigungen, Ab-weichungen, Parallaxen und Halbmesser der Gestirne fürdas Beobachtungsmoment; alsdann giebt uns der Unterschiedzwischen der Sternzeit der Beobachtung und den entsprechen-den geraden Aufsteigungen der Gestirne, die Stundenwinkeldieser Gestirne selbst; darauf bestimmt man aber nach denin §. 27. Seite 888. angegebenen Formeln die wahren Höhender Mittelpunkte der Gestirne, und dadurch erhält man danndie Parallaxen in Höhe und die Strahlenbrechungen; legtman nun die Sirahlenbrechungen zu den wahren Höhenhinzu und zieht die Höhen-Parallaxen davon ab, so erhältman endlich die scheinbaren Höhen der Gestirne.
29. Berechnung der scheinbaren Halbmesserder Gestirne. Bezeichnet man durch r den wahren Halb-messer des Mondes, durch r' aber seinen scheinbaren Halb-messer, so besteht zwischen beiden, folgende Relation: v—r cos (h — y sec /t, wo Ii die wahre Höhe des Mondes, undy die entsprechende Höhen-Parallaxe ist. IJebrigens wird inden meisten Hülfstafelnsaininlungen häufig der Werth r'— roder die Vergrösserung des Mondshalbmesscrs, der jeder