Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
381
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Polhöhen seiner Beobachtungsorte entworfen, wo die Höhen,nebst entsprechenden Sternzeiten gegeben waren; was zumGelingen der Beobachtungen viel beigetragen hat, und esmöglich machte, während einer Nacht, zehn und sogar nochmehr Sterne bei einerlei Höhe zu beobachten. DieHöhe, bei welcher die Sterne beobachtet werden, ist will-kührlich; man kann z. B. die Höhe von 30° mit Voriheilwählen, oder auch mehr. Doch hängt alles dies davon ab,zu welcher Nachtstunde man beobachten will und welchehinlänglich hellen Sterne in dieser Stunde aufzufinden sind.Um die Verwechselung zu vermeiden, muss man im vorausdie Alhidade des Sextanten auf die berechnete Höhe stellen.

Hie Sternshöhen kann man aus freier Hand messen; esist aber sicherer mit einem passenden Stative zu beobachten,weil in diesem Falle die Coinzidenz der Sternbilder sich vielscharfer und besser in der Mitte des Gesichtsfeldes bemerkenlässt. In allen Fällen muss das Glasdach jedoch, welchesden (h'ecksilberhorizont gegen den Wind schützt, auf die-selbe Weise bei allen Beobachtungen angewandt werden,d. h. immer mit derselben Seite gegen den Beobachter zu-gekehrt sein, damit der Fehler der Gläser des Daches beider Polhöhen und Zeitbestimmung nicht in Betracht kommt.

Wenn die Sterne gehörig gewählt sind, so kann manin einer Stunde, ja sogar in einer Halbenstu'nde, drei Sterneauf mehreren correspondirenden oder einerlei Höhen beo-bachten; in so kurzer Zeit wird selten der Zustand derAtmosphäre sich bedeutend ändern. Alsdann braucht manden Barometer-Stand und die Temperatur der Luft nur ein-mal zu notiren, oder auch am Anfange oder am Ende der Beo-bachtungen zu bemerken, und daraus das Mittel zu nehmen.Es ist auch sehr leicht auf die Veränderung der Ilefrac-tion Rücksicht zu nehmen, indem man die genauen Ilefrac-tionen r, r', r" für jeden der drei Sterne berechnet, und dieCorrcction der Zeiten bestimmt, welche der Veränderung