demselben Längenmaasse wie h ausgedrückt. Die Strahlen-brechung, ändert sich jedoch so sehr, durch die Verschieden-heit in der Temperatur der Luft und des Meeres, dass dienach der vorhergehenden Formel berechnete Kimmliefe, zu-weilen 2 bis 3 Minuten in Bogen fehlerhaft sein kann.
Zeit-Bestimmung mittelst des Sextanten.
17. Hierzu muss man Höhen weit ausserhalb des Me-ridianes beobachten, und sie so berechnen, wie wir erwähnthaben in § 100. Seite 278. Band I. Will man die Zeit ausabsoluten Höhenmessungen bestimmen und dabei nicht füreinzelne Höhen besonders rechnen, so würde es ungenausein, wenn man das arithmetische Mittel der Höhen als ent-sprechend dem Mittel aus den Zeiten betrachten wollte. Manmuss alsdann nach der Kegel rechnen, welche auf Seite122. der neuen Ausgabe der Schumacher'schen Hülfstafelngegeben ist; diese Hegel wird übrigens weiter unten §. 19.S.362 näher erklärt werden. Jedoch braucht man meistenshierzu die Methode der correspondirenden Sonnen-höhen, über welche wir schon in §. 104. Seite 290. Bd. I. ge-sprochen haben. Arn besten ist es, die Beobachtungen umden ersten Vertikal herum anzustellen; wobei man aber garzu kleine Höhen vermeiden muss; meistens fängt man dieBeobachtungen etwa 3 Stunden, höchstens aber um 2 Stun-den vor dem Mittage an; und bedient sich bei diesen Beo-bachtungen eines künstlichen Horizontes, indem man auffolgende Weise verfährt. Man stellt die Alhidade genauauf eine runde Zahl von Graden und Zehner von Minuten,liest diese Angabe ab, und wartet den Augenblick ab, wennder Ober-Iiand der Sonne mit seinem entsprechenden imQuecksilber abgebildeten Bande im Gesichtsfelde des Fern-rohres in Berührung kommt; im Augenblicke wo dieses statt-