Von der Messung horizontaler Winkel zwischenterrestrischen Gegenständen.
15. Solche Winkel sind zur Bildung eines trigonome-trischen Dreiecks-Netzes, sowie auch zur Land-oder Küsten-Aulnahme, u. s w., nöthig; aber mit Hülfe eines Sextanten,misst man diese Winkel nicht in der Ebene des Horizontes,sondern in derjenigen Ebene, welche durch das Centrum desInstrumentes und durch beide zu beobachtende Gegenständedurchgeht, und welche also gegen den Horizont geneigtsein kann; man muss also alle gemessenen Winkel erstauf den Horizont reduciren, wie wir auf Seile 316. gezeigthaben. Hierzu muss man aber die Höhen der Gegenständewissen; sind diese nun sehr klein, wie es gewöhnlich beiden Höhen irdischer Gegenstände stattfindet, so kann mansie nicht durch den Sextanten beobachten, sondern sie müs-sen mit Hülfe eines anderen Instrumentes bestimmt werden;es ist genügend die Höhen nur genähert zu wissen, und umdieses zu erreichen, giebt es viele Methoden, siehe: Anlei-tung zur geographischen Ortsbestimmung von Bohnenberger.
Von der Messung der Höhe eines Gestirnes.
16. Diese Höhenmessungen macht man auf verschie-dene Weisen, je nachdem sich der Beobachter auf dem Fest-lande oder auf dein Meere befindet. Auf dein Festlandebedient man sich dazu eines künstlichen Horizontes, dermeistens aus einem hölzernen Kasten besteht, welcher unge-fähr 6 Zoll lang, 3 Zoll breit und i Zoll tiet ist; in diesengiesst man reines (Juecksilber; dessen Oberfläche nimmt vonselbst eine horizontale Lage an, und bildet einen Spiegel.