Druckschrift 
2 (1851)
Entstehung
Seite
346
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Damit das,Quecksilber aber nicht vom Winde bewegt wird,bedeckt man den Kasten mit einem besonderen Dache, wel-ches aus zwei Platten von Marinenglas oder auch aus ge-wöhnlichem Glas besteht, doch müssen in diesem Falle diebeiden Flächen eines jeden Glases genau eben und unter-einander parallel sein, damit die Strahlen durch die Brech-ung im Glase keine Abweichung von der frühere Richtungbekommen. Dieses Dach ist ein dreiseiliges Prisma, dessenGrundflächen rechtvvinkelichte Dreiecke sind. Das Gefässmit Quecksilber muss so gestellt sein, dass dessen längereSeite nach dem Augeninaasse in die Verlicalebene gebrachtwird, in welcher man beobachten will, was bei den Sonnen-beobachtungen durch den Schatten des Gelasses angezeigtwird. Das Dach wird über das Gefäss so gesetzt, dass derrechte Winkel gegen den Scheitelpunkt gekehrt ist; die bei-den Grundflächen aber mit der erwähnten Verlicalebeneparallel sind.

Darauf wird sich nun das Gestirn in dein Quecksilber,spiegeln, und ein Lichtstrahl welcher vom Gestirne auf diesenQuecksilber-Spiegel einfällt, wird mit dessen Ebene einenWinkel bilden, der gleich der Höhe des Gestirnes über deinHorizonte sein muss; da aber der einfallende Strahl mit demaus diesen Spiegel ausfallenden, in derselben Vertical-Ebenesein wird, und der Einfallswinkel dem Auslällswinkel gleichist, so wird der ausfallende Strahl mit der Spiegelebeneebenfalls einen Winkel bilden, der gleich der Höhe des Ge-stirnes über dem Horizonte ist, aber an der entgegengesetz-ten Seite, so dass also der Beobachter das Bild des Ge-stirnes im Quecksilber um ebensoviel unter dem Horizontesehen wird, als es wirklich darüber liegt. Hieraus erhelltes nun, dass, wenn man den Winkel misst, der zwischendem Bilde des Gestirnes im Quecksilber-Horizonte und demGestirne selbst eingeschlossen ist, man dadurch ganz ein-fach die doppelte Höhe des Gestirnes über dem Horizonte