Druckschrift 
2 (1851)
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Auf ganz ähnliche Weise beobachtet man mit dem Sex-tanten, wenn man ein Stativ benutzt; wenn einer von denbeobachteten Gegenständen die Sonne ist, so kann man denSchatten des Instrumentes dazu benutzen, um den Sextantenrichtig zu stellen; wenn nämlich die Sonne in der Ebenedes Instrumentes liegen soll, so wird man den Sextanten sostellen müssen, dass der Schatten des Sextanten-Bogens sichwie eine gerade Linie darstellt.

Man kann auch noch die Art zu Beobachten umkehren,indem man den oberen Theil des Sextanten, auf welchem sichdie Gradtheilung und das Fernrohr befindet, nach unten zukehrt; aber alsdann wird der direct gesehene Gegenstandrechts ab vom anderen beobachteten Gegenstande liegen; dieseArt zu beobachten ist aber weniger bequem, als die andere.

Wenn die scheinbare Grösse der zu beobachtenden Ge-genstande bedeutend ist, so muss man anstatt der Deckungbeider Bilder dieser Gegenstände, die gegenseitige Berüh-rung sowohl ihrer nächsten als entferntesten Bänder beob-achten, und daraus den Winkel zwischen den Mittelpunktenbeider Bilder herleiten. Bei der Messung einer Distanzzwischen Mond und Sonne, bestimmt man immer den Win-kel, zwischen ihren nächsten Rändern, weil der entgegen-gesetzte Rand des Mondes gewöhnlich nicht zu sehen ist.

Man muss sorgfältig darauf achten, dass beide Bildereinerlei Lichtstärke haben, sollte sich der direct geseheneGegenstand heller als der andere zeigen, so bringt man dasFernrohr ein wenig herunter mit Hülfe der Schraube, welchesich unter dem Träger des Fernrohres befindet; wenn dage-gen das gespiegelte Bild mehr Lichtstärke als das directehat, so muss man das Fernrohr ein wenig höher schrauben;in beiden Fällen bleibt das Fernrohr mit der Ebene des Sex-tanten parallel. Nach dein Ende der Beobachtungen oder auchvor ihrem Anfange, muss man den Index-Fehler suchen ; wiewir schon auf Seite 312—315. näher erläutert haben.