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Wir haben schon einige Male erwähnt, dass Fernröhrevon verschiedener optischer Kraft, den Werth des Monds-halbinessers auch verschieden darstellen; bei der Berechnungaber braucht man immer denjenigen Werth des Mondshalb-messers, den man in der Ephemeride findet; und deswegenwird man bei der Ableitung der Länge aus Mondsculmina-tionen stets einen unvermeidlichen Fehler begehen: man mussnun um genauere Resultate zu erhalten, eine solche Beobach-tungsreihe vollenden, dass dieser Fehler zuweilen auf dereinen, und zuweilen auf der entgegengesetzten Seile wirkt;und dieses dadurch erreichen, dass man beide Rander desMondes beobachtet, oder Beobachtungen vor und nach demNeumonde anstellt. Ferner muss der Beobachter seine ganzeSorgfalt darauf lenkdn, dass der scheinbare Werth des Monds-halbmessers, nicht noch etwa durch eine in optischer Bezie-hung mangelhafte Berichtigung des Fernrohres vergrössertwird; man hat nämlich darauf zu achten, dass das Ocularganz genau auf dem Focus gestellt wird, damit im Gesichts-felde des Fernrohres, der Mond und die Fäden, sich voll-kommen deutlich und scharf begrenzt darstellen. *)
189. Wir haben in §. 115—121. Seite 314—331. Band 1 dieMethode angegeben, wie man aus der beobachtetenMeridianpas-sage eines Sternes seinen Durchgang durch den Meridian selbstableiten kann, und wollen nun hier zeigen wie man dieBeobachtungen des Mondes auf den Meridian reduciren kann,wobei aber angenommen werden soll, dass das Instrument sehrnahe in dieser Ebene aufgestellt ist.
Diese Beobachtungen des Mondes bestehen darin, dieZeiten zu notiren, wenn der eine oder der andere seiner Ränderan die verschiedenen Fäden des Instrumentes tritt; der west-
*) Anwendung des Durchgangs-Instrumentes, für die geographi-sche Ortsbestimmung von T.G.W. Struve. St.Petersburg. 1833.