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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
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Am 10. November 1883 wurde im Sinne und Geiste des Kaiser-lichen Erlasses vom 21. Mai v. I., das 400jährige GeburtstagsfestDr. Martin Luthers gefeiert. In der schön geschmückten Turnhalle,in der die evangelischen Schülerinnen der Luisen- und Friedrichsschulemit ihren evangelischen Lehrern und Lehrerinnen vereint waren, hieltder Berichterstatter die Festrede, die im Anschluß an das Lebensbilddes Reformators die Segnungen darlegte, die die evangelische Kircheihm verdankt. Um seitens der Schülerinnen eine lebendige Teilnahmean der Feier zu wecken, wurden von diesen zahlreiche Gedichte, die anpassenden Stellen sich in die Rede einfügten, aufgesagt und von demGesangchore eigens für diesen Zweck komponierte Festhymnen gesungen.Die Feier schloß mit Gebet und der Absingung des Lutherliedes: Einefeste Burg ist unser Gott.

Am 7. Januar 1886 versammelten sich die Schülerinnen und dasLehrerpersonal der Luisen- und Friedrichsschule zu einer gemeinsamenFeier des 25 jährigen Regierungsjubiläums Sr. Majestät, unseres er-habenen und geliebten Kaisers Wilhelm in der schön geschmückten Turn-halle. Nachdem mehrere patriotische Festgesänge und Deklamationenseitens der Schülerinnen vorgetragen waren, hielt der Berichterstatterdie Festrede und wies an der Hand der Geschichte auf die großenSegnungen hin, die unsern? engern Vaterland, ja ganz Deutschlanddurch die glorreiche Regierung und die persönlichen Tugenden unseresHcldenkaisers zuteil geworden, die einen jeden seiner Unterthanen zuraufrichtigen und herzlichen Liebe zu dem erhabenen Herrscher und zuinnigein Dank gegen Gott verpflichteten, der uns bisher unsern Kaisergnädigst erhalten und als ein leuchtendes Vorbild für hingebende undopferfreudige Berufstreue hingestellt habe. Nach Absingung der National-hymne stimmte die ganze Versammlung in ein dreimaliges Hoch ansden geliebten Landesvater ein.

Mit dieser Aufzählung der wichtigsten Erlebnisse der letzten 10 Jahre»vollen wir diesen Bericht schließen. Den gegenwärtigen Unterrichts-betrieb im besondern näher darzulegen, ist hier nicht der Ort, und wieweit es gelungen ist, die Ziele, die die Schule für die ihr anvertrautenSchülerinnen erstrebt, zu verwirklichen, steht uns zu beurteilen nicht zu.Wenn wir aber von der Schwelle der Gegenwart auf die Entwickelungder Schule während ihres fünfzigjährigen Bestehens zurückblicken, wennwir die mannigfachen treuen Dienste, die ihr gewidmet wurden, linddie vielfachen Förderungen und Unterstützungen, die ihr auch in schwie-