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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
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mögliche Pflege zuteil werde, beruhe auf der wichtigen Stellung, diedie künftige Mutter in der Familie befonders durch ihre Einwirkungauf die sittliche und nationale Erziehung einnehme. Solle daher diesedie ihr zufallende Aufgabe recht zu lösen imstande fein, so müsse sieauch mit den nationalen Schützen innig vertraut fein und sich selbst anden hehren Vorbildern in Wissenschaft und Kunst recht erwärmt haben.Näher eingehend ans den paritätischen Charakter der Schule wurde dieVersicherung abgegeben, daß das jeder Konfession gebührende Rechtstreng gewahrt und daß im gegenseitigen Verkehr und im Unterrichtalles werde vermieden werden, was irgendwie den konfessionellen Friedenstören oder beeinträchtigen könne. Schließlich wurde der städtischen Ver-waltung der wärmste Dank ausgesprochen, die keine Opfer gescheut, umdie neue Schule nach allen Seiten hin mit den zweckmäßigsten Einrich-tungen und den besten Lehrmitteln zu versehn. Dann erfolgte die feier-liche Einführung des Lehrers Herrn Busse und der Lehrerinnen Frl.Erk, Adolf, Terhoeven, Schade und Uellner in ihr Amt. Nach-dem noch schließlich die Schul- und Hausordnung verlesen war, wurdedie Schulfeier mit dem Wunsche, daß Gott der Anstalt Gedeihen undSegen schenken wolle, geschlossen. Es erfolgte dann ein Rundgang durchdie Anstalt, deren innere und äußere Ausstattung den ungeteilten Beifallder Anwesenden fand.

An Stelle der aus der Luisenschule ausscheidenden, an die Friedrichs-schule versetzten Lehrerinnen Frl. Adolf und Frl. Erk wurden Frl.M. von Massenbach und Frl. L. Peltzer gewählt und mit demWintersemester 1877 in ihr Amt eingeführt.

Gegen Ende des Wintersemesters am 6. März 1878 erlitt dieSchule einen schweren Verlust, indem ihr treuer Mitarbeiter, HerrDr. Sundmacher, in der Fülle seiner Manneskraft nach kurzemKrankenlager aus seiner gesegneten Wirksamkeit in ein besseres Jenseitsabgerufen wurde. Derselbe hatte zwar nur zweiundeinhalbes Jahr derSchule als Lehrer angehört, in dieser kürzen Zeit aber durch seineüberaus treue und gewissenhafte Arbeit, durch den sittlich bildendenEinfluß auf die Gemüter seiner Schülerinnen und seine stets bereiteGeneigtheit zu dienen und zu helfen, die Anerkennung seiner vorgesetztenBehörde, die Hochachtung und Wertschätzung seiner Kollegen und Kolle-ginnen, sowie die herzliche Zuneigung seiner Schülerinnen erworben.Seine Witwe wurde, nachdem sie als Handarbeits- und Turnlehrerinsich ausgebildet hatte, zwei Jahre später in dieser Eigenschaft an die