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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
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Durch diese dankenswerte Fürsorge der Stadtverwaltung für dievon ihr übernommene Anstalt konnte dieselbe allen gerechten Anforde-rungen entsprechen und in einen erfolgreichen Wettbewerb mit denübrigen vollständig organisierten höheren Mädchenschulen unserer Nachbar-städte treten.

Wie gleichzeitig in vielen andern Städten, so wurde auch hier inDüsseldorf im Jahre 1877 infolge einer Bestimmung des Kuratoriumsder staatlichen Lehrerinnen-Pensionsstiftnng, die unter der ProtektionIhrer Königlichen Hoheit der Frau Kronprinzessin steht, ein Bazarzum Besten des Hülfsfonds der gedachten Anstalt abgehalten. EineAnzahl hiesiger, den ersten Kreisen der Gesellschaft ungehöriger Damenund Herren ans allen Konfessionen war auf die Bitte des Bericht-erstatters zu einem Komitee zusammengetreten und hatte in dankens-wertester Bereitwilligkeit sich der mühevollen Arbeit unterzogen, denBazar in den prachtvoll dekorierten Räumen des Breidenbacher Hofesherzurichten. Die Herren Maler Hoff und Simmler, immer bereit,wo es gilt, ein edles vaterländisches Werk zu fördern, hatten ein schönes,die Tendenz des Unternehmens symbolisierendes großes Bild zur Aus-schmückung gestiftet, das später durch die Liberalität der genanntenHerren der Luisenschnle geschenkt wurde und jetzt als ein würdigerSchmuck in unserer Aula prangt. Wir fühlen uns gedrungen, auchan dieser Stelle dafür unsern wärmsten Dank auszusprechen. DerErtrag des Bazars entsprach in reichem Maße der aufgewandten Mühe-waltung, indem eine Gesamteinnahme von 7481 M. erzielt wurde,die der Berichterstatter dem Kuratorium der Pensionsstiftung übersandte.

Die Septembertage des Jahres brachten bei Gelegenheit des Kaiser-manövers eine glänzende Festzeit über unsere Stadt. Dieselbe prangteim herrlichsten Schmuck, Behörden und Einwohner wetteiferten in deinBestreben, ihrer Festfreude nach allen Seiten hin den würdigsten Aus-druck zu verleihen. Es galt ja, Seiner Majestät, unserm erhabenenHeldenkaiser und Ihrer Majestät, unserer allverehrten Kaiserin, SeinerKaiserlichen Hoheit, unserm Kronprinzen und Ihrer Kaiserlichen Hoheit,der Frau Kronprinzessin, sowie vielen hohen Prinzen des königlichenHauses in unsern Mauern einen festlichen Empfang zu bereiten. Am5. September nachmittags 4 Uhr langten die Allerhöchsten Herrschaftenam Köln-Mindeuer Bahnhof an und fuhren von dort unter demGeläute der Glocken und dem Jnbel der dichtgedrängten Scharen durchdie Königsallee und Schadowstraße zur Tonhalle. Auf diesem Wege