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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
Entstehung
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Die städtische Schulverwnltung widmete von vornherein dem höherenMädchenschulwesen, das sie in ihre Hand genommen hatte, eine äußerstwohlwollende und dankenswerte Fürsorge, die sich nach verschiedenenRichtungen segensreich für dessen Fortcntwickelnng äußerte. Zunächstwurde schon im Juni 1876 zur Erweiterung des sehr beschränkten Spiel-platzes ein an den Schnlhvf der Luisenschulc anstoßendes, fast 13 Argroßes Grundstück für 41066 M. angekauft, ans dessen nach der Stein-straße zu gelegenem Teile im folgenden Jahre ein sehr geräumiger,13 Klassen und einen Zeichensaal enthaltender Erweiterungsbau für dieSumme von 75 666 M. nach den Plänen des Herrn StadtbaumcistersWesthofen errichtet wurde, wodurch die Möglichkeit gegeben wurde, dieim neuen Nebenban der städtischen Turnhalle provisorisch untergebrachtenParallelklassen wieder in das Hauptgebäude zurückzuverlegen. Fernerwurde im Jahre 1878 ein zweites an den Schulhof stoßendes Grund-stück, das Hübnersche Haus mit großem Garten erworben, und in deniletzteren eine geräumige Turnhalle errichtet, deren innere vorzüglicheEinrichtung nach den Angaben des städtischen Turnlehrers HerrnM. Eichelsheim ausgeführt wurde.

Zweitens wurden sämtliche bisher provisorisch angestellte Lehrer undLehrerinnen der Luisenschule definitiv mit Gewährleistung künftiger Pen-sionierung angestellt. Für die Lehrerinnen wurde die letztere durch einenBeschluß der Stadtverordneten vom 26. November 1877 mit der Maß-gabe festgesetzt,daß denselben die ganze provisorische Dienstzeit an derLuisenschule in Anrechnung gebracht werden sollte, wenn sie schon vorheran einer andern preußischen öffentlichen Lehranstalt definitiv angestelltgewesen waren, im andern Falle jedoch das erste provisorische Dienstjahrnicht gezahlt werden sollte".

Drittens wurden der Schule reichlichere Unterrichtsmittel bewilligt,indem jährlich für die Bibliothek der Schule 460 M., für die Schüle-rinnenbibliothek 166 M., für den naturgeschichtlichen Unterricht 366 M.,für den Zeichenunterricht 266 M., für sonstige Unterrichtszwecke 466und endlich für Drucksachen, Programm w. 635 M., im ganzen jährlich2635 M. angesetzt wurden. Zugleich wurden sämtliche Klassen mitneuen, nach dem Vogelschen System konstruierten Subsellien, der Zeichen-saal mit 46 Zeichenpulten versehen.

Viertens wurde für das Lehrerkollegium im Jahre 1877 eineangemessene Gchaltsskala bewilligt, deren einzelne Bestimmungen ich hierfolgen lasse: