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Bend er wurde zunächst interimistisch durch Herrn Friedrich verwaltet,später zu Herbst 1874 durch Herrn Ed. Menzel aus Altena besetzt.Bis zum Jahre 1874 zählte die Luisenschule außer dem Direktor keinenakademisch gebildeten Lehrer. Der Unterricht in der zehnklassigen Schule,sowie die Ausbildung der Aspirantinnen für das Lehrerinnenexamenwurde von 11 Lehrerinnen, zwei Elementarlehrcrn, von denen der eineein Examen für Mittelschulen gemacht hatte, und dem Unterzeichnetenbesorgt. Auf Anregung der Königlichen Regierung zu Düsseldorf nahmdas Kuratorium der Luisenschule die schon früher besprochene Fragewegen Berufung eines akademisch gebildeten Lehrers wieder auf. „Beialler Anerkennung der bisherigen Leistungen der Lnisenschule", so hießes in der Verfügung der Königlichen Regierung vom 20. Juli 1874,„ist es doch unzweifelhaft, daß sie ihre volle Aufgabe sowohl nach derunterrichtlichen als nach der erziehlichen Seite hin nur dann erfüllenkann, wenn besonders für den Unterricht in den oberen Klassen noch eindurch weitergehende wissenschaftliche Studien gebildeter und pädagogischerprobter Lehrer angestellt wird." Das Kuratorium, von der Wichtigkeitund Notwendigkeit der Ergänzung des Lehrerkollegiums durch eine weitereakademisch gebildete Lehrkraft überzeugt, erklärte sich bereit, dem Ver-langen der Königlichen Regierung zu entsprechen und berief, nachdemdas Staatsministerium auf Befürwortung der Königlichen Regierungfür die Schule einen Zuschuß von 500 Thlrn. zu dem Gehalte desneu zu berufenden Lehrers aus dem bergischen Schnlfonds bewilligthatte, den bisherigen Lehrer an der höheren Mädchenschule in Göttingen,Herm Dr. H. Snndmacher, als ersten Lehrer an die Lnisenschule,der mit Herbst 1875 durch Herrn Pfarrer Blech in sein Amt ein-geführt wurde.
Am 10. März wurde der 100jährige Geburtstag der in Gottruhenden Königin Luise von Preußen in der Aula der Lnisenschulegefeiert. Der Berichterstatter entrollte ein eingehendes Lebensbild derfrüh verblichenen und schwergeprüften Mutter unseres erhabenen Kaisers,während die Schülerinnen das Fest durch patriotische Gesänge und denVortrag von ausgewählten Liedern belebten.
In das Jahr 1875 fällt nun auch der Übergang der Lnisenschulean die Stadt Düsseldorf. Diese, welche durch die Auflösung der beidenvon den Ursnlinerinnen und den Schwestern vom heiligen Kreuz bisherhierorts unterhaltenen höheren Mädchenschulen sich in die Notwendigkeitversetzt sah, für die zahlreichen bisher in diesen Schulen unterrichteten