54
Wort Mosis in der alttestamentlichen Sektion: „äeliova dii««?", derHerr ist mein Panier und wies darauf hin, wie derselbe Gott, dereinst Israel den Sieg über seine Feinde verliehen, unser Volk undKönigshans so mächtig geschirmt habe. Darauf ergriff der Rednerdie Standarte, brachte ein Hoch auf die Frau Prinzessin aus, inwelches die Versammlung lebhaft einstimmte und bat zuletzt den HerrnKammerherrn, Ihrer Königlichen Hoheit den tiefgefühlten unterthänigstenDank der Schule und ihres Vorstandes ausznfprechen.
An? 10. Dezember erlitt die Schule eine?? schweren Verlust, indemder Geheime Regierungs- und Schulrat Alt gelt, ihr Begründer undlangjähriger Mitarbeiter, aus dem irdischen Dasein abberufen wurde.Auf eine eingehende Darlegung der vielseitigen und gesegneten Wirksam-keit des Dahingeschiedenen müssen wir an dieser Stelle verzichten, aberes drängt uns, auch in dieser Festschrift öffentlich zu bezeugen, daßunter den mannigfachen Anstalten, die seiner Leitung und Obhut unter-stellt waren, die Luisenschule seine ganz besondere Pflege und aufopferndesWohlwollen erfahren hat. Wie derselbe von Anfang ihres Bestehensdurch regelmäßigen Unterricht sie gehoben und gefördert und ihr einselbständiges Heim bereitet, haben wir oben des weiteren gedacht. Fürdie mannigfachen Wohlthaten und opferfreudige Gesinnung, die er nochkürz vor seinein Tode in zartester Weise gegen seine Mitarbeiter undMitarbeiterinnen bewährt hat, ist ihm die Schule zu tiefe??? und auf-richtigem Danke für alle Zeiten verpflichtet.
Da die Zahl der Schülerinnen sich im Jahre 1871 auf 344erhoben hatte und infolge dessen die vorhandenen Räumlichkeiten derLuisenschule nicht mehr hinreichten, sie alle zu fassen, so sah sich dieSchulverwaltung veranlaßt, zunächst zwei Klassen in gemieteten Räumenin der Marienstraße unter der Obhut der Familie Vigier unter-zubringen. Da aber aus dieser räumlichen Trennung sich mancherleiNachteile für die einheitliche Leitung der Schule ergäben, fo wurdein? Jahre 1872 ein an den Schulhof der Luisenschule anstoßendesTerrain von 8 Quadratruten für 1900 Thlr. erworben und auf dem-selben drei große Klassenzimmer erbaut, so daß im Frühjahr 1873 dienach außen verlegten Klassen wieder mit der Mntterschnle vereinigtwerden konnten.
Im Lehrerkollegium hatte sich inzwischen eil? mannigfacher Wechselvollzogen, den wir an dieser Stelle nachholen. Im Jahre 1866 warinfolge der gesteigerten Frequenz der Schülerinnen das Lehrerkollegium