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Zur Geschichte der Städtischen Luisenschule und der mit ihr verbundenen Lehrerinnenbildungsanstalt zu Düsseldorf : Festschrift zur Feier des fünfzigjährigen Bestehens der Anstalt am 30. Oktober 1887
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in ihren Schulklassen von ihren Lehrern über die hohe Bedeutung desTages belehrt und später zu den Festgottesdiensten geführt wordenwaren, versammelten sich sämtliche Schulen Düsseldorfs unter ihnenauch die Schülerinnen der Luisenschule im festlichen Schmuck, geschartum ihre Lehrer und Lehrerinnen in der Lindenallee, stimmten mitJubel in das von dem Herrn Oberbürgermeister Hammers auf Se.Majestät den Kaiser Wilhelm ausgebrachte Hoch ein und zogen dannunter dem Schalle der Musik und Glockengeläute durch die im Festglanzprangenden Straßen nach dem Grafenberg. Hier in den schattigenGründen des Waldes wurden die kleinen Gäste von dem Festkomiteeüberaus gastfrei bewirtet und ergingen sich, vom herrlichsteil Wetterbegünstigt, im heitersten Spiel. Es war ein wahrhaft erhebender Blick,mehr als 7000 Kinder im fröhlichsten Jubel und heiterster Lust sichumhertummeln zu sehen. Dazwischen erklangen die heitersten Weisendes Gesanges, die von Hornmusik begleitet waren. Als Festrednerfungierten Herr Konsistorialrat Natorp und Herr StadtschulinspektorFuß. Erst niit einbrechender Dunkelheit zogen die Kinder in Be-gleitung ihrer Lehrer und Lehrerinnen in die Stadt zurück, in der eineherrliche allgemeine Illumination die Ankommenden festlich und freudigempfing.

Eine besondere Ehre und Freude wurde an diesem ersten Sedan-feste speziell der Luiscnschule zu teil. Die hohe Protektorin derselben,Ihre Königliche Hoheit, die Frau Prinzessin Friedrich von Preußen,hatte die Gnade, der Schule aus Anlaß dieser Feier eine sehr schöneund wertvolle Standarte zu schenkeil, welche auf rotsammetnem gold-umfaßten Grundedie Germania" alsWacht am Rhein", umgebenvon grünem Eichenkranze in halb erhabener Arbeit darstellt. DieGermania ist von der Umschrift umringt: Lieb Vaterland magst ruhigsein, fest steht und treu die Wacht am Rhein. Ueber dieser Inschriftprangt in Gold der Namenszug Ihrer Königlichen Hoheit, ein mit der Kronegeschmücktes L. Am unteren Ende ist zu lesen: den 2. September 1871.Die Standarte wurde in Anwesenheit des Königlichen Kammerherrn,Herrn Major Grafen von Unruh und der Königlichen Hofdamen vonSchloß Eller der versammelten Schuljugend und dem Lehrerkollegiumübergeben.

Nachdem die Schülerinnen den Choral: Lobe den Herrn, denmächtigen König der Ehren, gesungen hatten, hielt der Präses desScholarchats, Herr Konsistorialrat Natorp, eine Ansprache über das