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1830-1834.
werden, die Decker singen, Felix spielen und dann noch einigesgeschehen wird. Ich werde vorschlagen, solches um zehn Ulii-Abends anfangen und die ganze Nacht hindurch dauern zulassen. Es hat Manches für sich. Erstens ist es jetzt nurNachts erträglich (daher ich mir vornehme, sie zur Besich-tigung der Ateliers zu benutzen, da wir wieder Mondscheinhaben), dann ist es nur natürlich und Niemandem übel zu neh-men, wenn man einschläft, wozu die Nacht denn doch gemachtist; so würde sich Natur und Kunst in die Hände arbeiten,ich würde dann zur Einleitung oder als Ouvertüre zu denSjunplionien den ersten Chor aus dem „Doctor und Apotheker"erwählen, und wenn dann die Decker die Arie aus dem Frei-schützen (mit der sie hier Furore macht), sänge, so würdeein Jeder sich bei: „Welch schöne Nacht" denken oder träumenlassen können, was ihm gefiele; ich würde ein solches Concertals Gegensatz zum Ddjeüner dansant ■— Concert dormant nennen;die nähere Ausarbeitung dieser Ideen überlasse ich dem Cornitdfür schlechte Witze in der Leipzigerstrasse Nr. 3.
Düsseldorf, Pfingstsonntag 1833.
„Wenn mich etwas gereuet, so ist es nicht, hierherge-kommen zu sein, sondern keinen von Euch bei mir zu haben,denn ein Musikfest am Rhein ist ein schönes und eigenesDing; es ist ein Ereigniss, nur von der Musik zu veranlassenund nur in diesem Lande möglich. Die ungeheuer kompakteBevölkerung dieses Landstrichs, vielleicht die dichteste inEuropa, der rasche, rege Gewerhfleiss, welcher sie zusammen-drängt, haben zu ihren .^wecken zahllose Transportmittel zuWasser und zu Lande veranstaltet, und alle sind für diesezwei Tage in Anspruch genommen; seit vorgestern bringenDampfboote, Eilwagen jeder Art, Extraposten, eigene Equipagen,ganze Familien aus allen Gegenden bis zu zwanzig Meilen inder Runde, einzelne auch weiter, z. B. einige aus Breslau her;alle diese Leute sind gewöhnt, das Vergnügen auch als einGeschäft zu betrachten und lassen sich daher aufs Eifrigsteangelegen sein, sich möglichst zu amüsiren, alle ihre Kräfte